Langes zerzaustes Haar, müde Augen, in den Händen Bier und Zigaretten – bei der Eröffnung vor einer Woche der Raucher-Bar «Franky» in Luzern war der ehemalige Mister Schweiz kaum wiederzuerkennen.

Auf die Frage, was er denn derzeit in seinem Leben so mache, zuckte Bühlmann mit den Schultern und sagte kurz angebunden: «Ein bisschen rumhängen.» Schauspielern wolle er nicht mehr und vom ganzen Promi- und Mister-Zirkus habe er auch genug. «Das ist eine total oberflächliche Szene und damit habe ich definitiv abgeschlossen.»

Dabei hatte Bühlmann bei seiner Amtsübergabe im vergangenen Jahr noch grosse Pläne, er wollte sich nach dem Mister-Jahr seine Sporen auf den Theaterbühnen abverdienen: «Fast jeder erfolgreiche Filmstar ist auch ein guter Bühnendarsteller», sagte er damals. Im Film könne man jede Einstellung mehrmals drehen, bis sie gut sei, «auf der Bühne müssen Text und Schauspiel jedoch von A bis Z sitzen». Darum wolle er den Beruf seriös angehen und Schauspielerei studieren – in London.

Jetzt macht er einen Rückzieher: «Ich habe schon ein paar andere Projekte und Ideen, dazu sage ich aber nichts mehr», sagte Bühlmann letzte Woche. Geld zum Nichtstun sollte der Luzerner noch genug auf dem Konto haben, immerhin verdiente er in seinem Amtsjahr rund 400 000 Franken.

Ist gar seine Beziehung der Grund für Jan Bühlmanns momentanes «ein bisschen rumhängen»? Die in Luzern kursierenden Gerüchte, er und seine norwegische Freundin Hanne Dybesland (22) hätten sich getrennt, dementierte Jan Bühlmann nicht: «Dazu sage ich gar nichts!» Zuletzt sah man die beiden öffentlich am Zürcher Opernball im März vor einem Jahr.

Die Beziehung war von Anfang an ein Hin und Her: Vor fünf Jahren lernten sich Jan und Hanne in Zermatt kennen. Drei Jahre lang führten sie eine Fernbeziehung, ehe sie sich vor zwei Jahren trennten. Danach beteuerte Bühlmann immer wieder, es sei die «schönste Beziehung» gewesen, die er je gehabt habe. Die Norwegerin sah seinen Mister-Triumph schliesslich live im Publikum und reiste danach wieder in die Schweiz, um den Luzerner während ihrer Semesterferien zu besuchen.

Falls er derzeit wirklich wieder Single sein sollte, hat Jan Bühlmann keine Probleme, wieder eine Frau zu finden: «Mir gefallen vor allem blonde und natürliche Frauen – eher helle Sommersprossen-Typen», sagte er einst im Interview mit dem «Sonntag». «Ich bin nicht so der offensive Typ und eher scheu. Aber wenn mir dann eines Tages meine Traumfrau über den Weg laufen sollte, dann werde ich sicher auf sie zugehen.»

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