Bisher haben sich Tennisstar Roger Federer (33) und seine Frau Mirka (36) nie öffentlich zu ihrer Familienplanung geäussert. Doch glaubt man nun Gerüchten aus Federers Verwandtschaft, so plant das Paar noch ein weiteres Kind. Und das, obwohl der Aufwand für die Vierfach-Eltern mit den 5-jährigen Zwillingsmädchen Charlene und Myla und den bald einjährigen Zwillingsbuben Leo und Lenny erheblich ist. Roger Federer liebe Kinder und eine grosse Familie sei alles für ihn, heisst es.

Nur dank einer gezielten Organisation hält sich die Babybelastung in Grenzen: Bei der vielen Reiserei an die Tennisturniere auf der ganzen Welt können Mirka und Roger auf die Unterstützung der Grosseltern, Team-Mitglieder und die Vollzeit-Nannys zählen – so kann sogar auch Mami Mirka mal ausschlafen oder die Spiele ihres Mannes im Stadion ansehen. Und irgendwann sei ja dann Schluss mit dem Ballsport, sagte Federer letzthin in Rom am ATP-Turnier bei der Pressekonferenz. Dann hätten sie ganz viel Zeit, ohne irgendwohin reisen zu müssen.

Sollte Mirka tatsächlich schon wieder schwanger sein oder werden, so wären weitere Zwillingskinder nicht ausgeschlossen: In seiner Familie sei es schon fast normal, dass zwei Kinder auf einmal geboren würden, sagte Roger Federer in Rom. «Meine Schwester Diana hat Zwillinge, und meine Oma mütterlicherseits war ebenso ein Zwilling. Ich glaube, wir haben einfach eine Generation übersprungen.»

Gemäss Jürgen M. Weiss (47), Leiter der Endokrinologie und Reproduktionsmedizin im Kantonsspital in Luzern, ist die Chance auf Zwillinge 1:85. «Die Chance, eineiige Zwillinge zu bekommen, ist unabhängig von äusseren Einflüssen und im Promillebereich und damit sehr gering. Das hat auch kein erhöhtes Wiederholungsrisiko», sagt Weiss. «Die Chance, zweieiige Zwillinge zu bekommen, kann genetisch bedingt in bestimmten Familien höher sein. Da ist dann auch das Wiederholungsrisiko höher.» Finanziell wäre der erneute Nachwuchs für Roger Federer, der bisher bald 90 Millionen Franken Preisgeld erspielte (ohne Werbeverträge), bestens verkraftbar – und auch vom Platz her gibt es absolut keine Probleme: Seine neue 6½-Zimmer-Wohnung im riesigen Terrassenhaus im Steuerparadies Wollerau SZ ist rund 500 Quadratmeter gross.

Die «Schweiz am Sonntag» konfrontierte Robert Federer (67), Vater und Manager von Roger, mit dem Familienplanungs-Gerücht, dieser will jedoch dazu keine Stellung nehmen.

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