Dominique Ospel erwarb dafür kürzlich sämtliche Anteile der Aktiengesellschaft Moncielo. «Zweck der Gesellschaft sind die Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit Lifestyle-Artikeln für den Pferdesport, insbesondere Bekleidung für den Pferdesport und Reitzubehör», heisst es im Handelsregister. «Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmungen im In- und Ausland beteiligen.»

Wie viel Geld die neue Alleinbesitzerin den ehemaligen Teilhabern bezahlte, darüber schweigen die Beteiligten. Die «Schweiz am Sonntag» weiss jedoch aus zuverlässiger Quelle: Dominique Ospel hat das Geld nicht von ihrem reichen Vater. Dabei hätte der leidenschaftliche Fasnachtstrommler, der in dritter Ehe mit Adriana Ospel-Bodmer (41) und den gemeinsamen Zwillingen lebt, seiner Tochter aus erster Ehe locker unter die Arme greifen können: Sein Vermögen wurde 2015 vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» auf 175 Millionen Schweizer Franken geschätzt.

Viel Geld in die neue Marke investiert
Die frischgebackene Geschäfts- und Markeninhaberin Dominique Ospel will auf Anfrage nichts zu ihren Plänen mit der Firma verraten. Ihre Aktivitäten sprechen jedoch für sich. Zwar ist die Website des Unternehmens noch nicht aktiv, in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram rührt Ospel aber bereits kräftig für Moncielo die Werbetrommel. Auf den geposteten Fotos sind junge attraktive Models mit Pferden zu sehen. Nicht nur die professionell inszenierten Hochglanz-Bilder, sondern auch der aufwendig produzierte Werbefilm lassen erahnen, dass Ospel schon sehr viel Geld in die neue Marke investierte.

Als Kind berühmter Eltern geboren zu werden, bedeutet, mit dem Nachnamen ein ganzes Assoziationsfeld mit vielen Erwartungen zu erben. Und so steht Dominique Ospel mit ihrem Vorhaben stets unter Beobachtung. Ihr Bruder Phil (35), der älteste Sohn vom Ex-UBS-Chef, der nie ein Geheimnis aus seiner Homosexualität machte, kann ein Lied davon singen. Er hatte sich für ein Künstlerleben entschieden und lebte fünf Jahre lang als Schauspieler in New York. Inzwischen ist er wieder in die Schweiz. Das Business sei nach eigenen Angaben «brutal hart». Aufgeben will Ospel nicht und hofft gemäss «Blick», mit einem selbst geschriebenen Fantasy-Roman einen Bestseller zu landen. Zu Vater Marcel habe Phil noch immer ein gutes, aber kein enges Verhältnis. Dominique Ospel hat sich bisher nie öffentlich zur Beziehung zu ihrem Vater geäussert.