Schon fast fünf Jahre sind es her, seit der Walliser Politiker Oskar Freysinger (54) bekannt gab, dass ein Filmproduzent aus Hollywood seinen Roman «Die Schachspirale» verfilmen wolle. Das lange Warten auf den Produktionsbeginn hat jedoch noch immer kein Ende, denn es fehlen mindestens zehn Millionen Franken, um das Kinoprojekt überhaupt realisieren zu können.

Trotzdem ist die Berner Urheberrechtsspezialistin Inge Hochreutener, die den Filmdeal für Freysinger einst einfädelte, sehr optimistisch: «Das Drehbuch ist so weit fertiggestellt, und mit etwas Glück kann schon Ende Jahr mit der Vorproduktion des Films begonnen werden», kündigt Hochreutener an. Den Namen des Produzenten will sie nicht verraten, doch sie stehe immer in Kontakt mit ihm. «Es ist ein sehr langwieriger Prozess, denn schon nur bis die Finanzierung steht, braucht es Zeit und viel Verhandlungsgeschick.» Noch sei man auf der Suche nach Investoren.

Der Schweizer Filmproduzent und Regisseur Roman Wyden (44) würde Oskar Freysinger einen erfolgreichen Einstieg ins US-Filmgeschäft gönnen, doch ihm kommen Inge Hochreuteners Durchhalteparolen bekannt vor: «Hier in Hollywood gibt es massenhaft Agenten und Produzenten, die viel versprechen, leider aber wenig oder gar nichts zustande bringen», warnt Wyden den Nationalrat und dämpft die Euphorie. Er lebt und arbeitet schon mehr als 16 Jahre in der Filmmetropole und kennt die Branche. Wyden schätzt die Produktionskosten für Freysingers Buchverfilmung auf «mindestens zehn Millionen Franken». «Es wird sehr, sehr schwer, das Geld zu sammeln.»

Falls Freysinger den Sprung nach Hollywood doch noch gelingt, will er gemäss eigenen Angaben seine Politikerkarriere «wahrscheinlich» aufgeben. Sein Wunschtraum, dass Stars wie Tom Hanks (58) oder George Clooney (53) in seinem Kinofilm mitwirken, scheint aber eher unrealistisch: Der geheimnisvolle Produzent ist gemäss Insider-Informationen aus der Filmmetropole Los Angeles eine kleine Nummer.

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