VON CHRISTOF MOSER UND KURT-EMIL MERKI

Herr Strehle, in jener Woche, als Sie zum Chefredaktor ernannt wurden, haben Sie in einem Kommentar ein Lob auf die Langeweile geschrieben. Sind Sie auf dieses Thema gekommen, weil Sie sich in dieser Phase vertiefter mit dem «Tagi» auseinandergesetzt haben?
Nicht wegen des «Tages-Anzeigers» im Speziellen, sondern, weil Tageszeitungen ganz allgemein die Tendenz haben, die Leser zu langweilen.
Vor allem dann, wenn sich die Leser zuvor schon auf Onlineportalen und in Pendlerzeitungen informiert haben. Um nicht zu langweilen, muss sich eine bezahlte Tageszeitung stärker vom Gratisangebot unterscheiden.

Der Entscheid, die Redaktion des «Tages-Anzeigers» von 230 auf 180 Personen zu verkleinern, ist heftig kritisiert worden. Aber das wahre Versagen von Tamedia ist doch, dass mit zu vielen Redaktoren zu lange eine zu langweilige Zeitung gemacht worden ist.
Dieser Befund ist im Grundsatz richtig, wir haben aus unserem Potenzial wohl zu wenig gemacht. Ich muss aber meine Kollegen und mich insofern in Schutz nehmen, als der «Tages-Anzeiger» lange eine erfolgreiche Institution war und es keinen Anlass gab, etwas zu ändern.


Warum haben die publizistischen Köpfe im Haus, zu denen Sie gehören, so lange nicht reagiert, bis die Zahlenschieber des Verlags eingefahren sind?
Als klar wurde, dass der Tages-Anzeiger überdurchschnittlich viele Leser verliert, setzte der Prozess der Veränderung ein. Und jetzt geht ja viel. Wir haben das Online-Angebot ausgebaut und erneuern den Tages-Anzeiger.


Nichts ist in unserer Branche schwieriger, als enttäuschte Leser zurückzugewinnen. Wie wollen Sie das mit dem neuen «Tages-Anzeiger» schaffen?
Durch die stärkere Differenzierung. Mit dem Abdruck der News vom Vortag gewinnen wir als Zeitung nichts. Die News sind die Basis, darauf müssen wir aufbauen. Mit Recherchen, die weiterführen, mit fundierten Analysen und mit guter Unterhaltung. Wenn wir auf diesen drei Gebieten punkten können – und das müssen wir als nach wie vor grösste Redaktion der Schweiz können –, dann haben wir eine realistische Chance, die Leser wieder von uns zu überzeugen.


Was Sie aufzählen, um eine Tageszeitung profilieren zu können, ist nichts Neues.
Nein, aber es ist schwierig, diese Erkenntnis umzusetzen. Beim «Tages-Anzeiger» haben wir in der Vergangenheit die Kräfte nicht immer richtig eingeteilt. Allzu viele Kolleginnen und Kollegen arbeiteten von heute auf morgen. Sechs, sieben Stunden reichen aber in der Regel nicht, um über das Übliche hinaus nachzudenken. Ich stelle mir vor, dass künftig vielleicht noch rund die Hälfte der Redaktion tagesaktuell arbeitet. Damit decken wir das Pflichtprogramm ab. Die andere Hälfte arbeitet in einer Geschwindigkeit, welche zwei, drei Tage Recherche und Analyse erlauben. Daraus ergibt sich dann die Kür.


Sie führen den Zweiklassenjournalismus ein?
Jeder und jede in der Redaktion wird auch in die langsamere Geschwindigkeit wechseln dürfen. Es ist wie bei der Leichtathletik: Nicht alle Sportler sind in jeder Disziplin gleich gut. Der «Tages-Anzeiger» muss auf den Distanzen zwischen 400 und 5000 Metern erfolgreich sein können, für alles unter 400 Meter sind die Onlinejournalisten zuständig. Und wir haben in der Printredaktion Journalisten, die sind am besten auf 400 Metern. Dann sollen sie dieses Talent auch ausspielen, ohne sich deswegen minderwertig fühlen zu müssen.


Wie schwierig ist es, eine Redaktion für neue Wettkampf-Disziplinen und Streckenlängen zu trainieren?
Das Schwierigste kommt erst noch. Nämlich die tagtägliche Umsetzung. Wir müssen den Mut haben, Akzente zu setzen. Wenn in Afghanistan Tanklastwagen bombardiert und Zivilisten getötet werden, ist die Versuchung gross, dass gross zu bringen, auch wenn wir vielleicht nicht sofort mehr bieten können als die elektronischen Medien, die Online-Portale. Der richtige Weg ist aber, den Vorfall in der Aktualität zu vermelden und einen Tag später mehr – analytisch oder punkto Recherche - zu bieten. Dieses Bewusstsein müssen wir uns als Redaktion jeden Tag wieder neu erarbeiten, nach dem Motto: "In Gefahr und höchster Not bringt der Mittelweg den Tod". Dieser Ansatz kann auch mal schief gehen. Aber da der Leser ja nicht mehr nur einfach eine Zeitung liest, sondern sich vielfältig informiert, ist es auch nicht schlimm, wenn wir mal etwas verpassen. Schlimmer ist, wenn wir Geschichten bringen, die schon überall gelaufen sind.


Als Sie noch nicht Chefredaktor waren, nannten Sie oft die «Süddeutsche Zeitung» als Vorbild für den «Tagi», nun ists der «Guardian». Ist die Idee einer täglichen Wochenzeitung gestorben?
Der «Guardian» hat den Mut, den Rhythmus der Geschichten stark zu variieren und visuell viel stärker Schwerpunkte und Akzente zu setzen. Daran haben wir uns in der Neugestaltung des «Tages-Anzeigers» orientiert. Die «Süddeutsche» ist ein Vorbild, was die Tiefe, das Korrespondentennetz und ihre Kompetenz als Zeitung angeht. Blattmacherisch ist sie aber kaum weiter als wir. Ich habe tatsächlich auch schon die These vertreten, eine moderne Zeitung müsse ein tägliches Magazin sein. Ich glaube nicht, dass das funktioniert. Zeitungen wie «Österreich», die genau das probiert haben, sind nicht sonderlich erfolgreich.


Sie lesen gerne Bücher, die leicht sind, aber Tiefe haben. Ist das der neue Tagi?
Wir wollen eine moderne Tageszeitung machen, keine Elitezeitung, aber auch kein Boulevardblatt, beides wäre der sicherste Weg in den Ruin. Das kann die NZZ respektive der Blick besser als wir.Unsere Kunst muss sein, Relevanz zu haben, inhaltliche Tiefe, aber mit einem Zugang, der beim Lesen Vergnügen bereitet. Die NZZ-Lektüre kann Pflicht sein, wir wollen Vergnügen sein.


Wie lange haben Sie Zeit, mit Ihren Ansätzen erfolgreich zu sein?
Schwierig zu sagen. Entscheidend wird sein, wie die Zahlen der Konkurrenz aussehen. Wenn wir schlechter performen als die Konkurrenz, haben wir womöglich nach einem Jahr einen Berater an der Seite (lacht).


Die Frage ist, ob der Berater dann auch noch Strehle und Eisenhut an seiner Seite hat.
Der Schleudersitz ist Teil des Jobs. Da geht es mir und meinem Kollegen Markus Eisenhut wie einem Fussballtrainer.


Welche drei Fragen haben Sie sich gestellt, als Sie für den Chefposten angefragt wurden?
Erstens: Können wir den Tages-Anzeiger mit weniger Leuten machen? Ich wusste ja, dass wir abbauen müssen. Deshalb gehörte zur ersten Frage auch: Kann ich abbauen? Zweitens: Kann ich die Ansprüche erfüllen, die diese Aufgabe mit sich bringt? Drittens: Habe ich auch noch ein Privatleben? Die erste Frage kann ich heute schon beantworten: Ich möchte nicht ein zweites Mal einen solchen rigorosen Schritt machen müssen. Wenn abgebaut werden muss, dann sind kleine, organische Schritte besser – etwa Abgänge nicht mehr zu ersetzen.


Dann haben Sie Ihre erste Frage nicht richtig beantwortet.
Vieles weiss man erst, wenn man es erlebt hat.


Die Kritik an Ihnen war heftig. Was hat Sie am meisten getroffen?
Ich sehe empfindlicher aus, als ich bin. Getroffen hat mich der Vorwurf, ich wolle Boulevard machen. Und der Vorwurf, ich hätte den Abbau kaltschnäuzig durchgezogen und sei unnahbar und distanziert gewesen. Beides stimmt nicht. Meine Türen waren in der ganzen Kündigungsphase jederzeit offen, ausserdem habe ich viele Gespräche selber geführt.


Warum hat Sie das Gerücht getroffen, Sie wollten Boulevard machen?
Ich mag Boulevard nicht, er schreckt zugunsten der Auflage nicht davor zurück, Personen und Intimsphären zu verletzen. Das Gerücht ist wohl entstanden, weil ich sagte, dass es Themen gibt, die der Tagi bringen muss, auch wenn es Boulevardthemen sind. Die sind auf hohem Niveau oft sogar schwieriger zu machen.


Hat Sie der Vorwurf, Sie seien als Job-Abbauer ein Verräter der linken Gesinnung, nicht getroffen?
Nein, weil das ja was hat. Darüber kann man diskutieren und es hat auch Freunde gegeben, die das mit mir diskutieren wollten. Ich stehe dazu, dass ich mich nicht gegen den Strukturwandel stelle, wenn sichergestellt ist, dass die sozialen Netze nicht reissen. Und das ist bei Tamedia der Fall


Tamedia hat aber auch 42 Millionen Franken an die Aktionäre ausgeschüttet und will mit Journalismus 10 bis 15 Prozent Rendite erwirtschaften.
Diese Renditezahlen höre ich immer wieder, aber sie stimmen nicht. Wovon reden wir? Umsatzrendite, Eigenkapitalrendite? Wenn wir von Eigenkapitalrendite reden, wären 15 Prozent jährlich in der Tat ein anstössiges Ziel.


Tamedia-Manager Rolf Bollmann hat im Schweizer Journalist von Umsatzrendite gesprochen.
Unser Verleger spricht von einer Eigenkapitalrendite, die sich aus einer Risikoprämie und einem Zins zusammensetzt, der in Normalzeiten dem Zins auf einem Sparbuch zusammensetzt. Beim Tagi reden wir von dieser Grössenordnung, und das finde ich okay. Ausser, man will die Utopie eines anderen Wirtschaftssystems verwirklichen. Aber das will bei Tamedia niemand


Sie wollten früher ein anderes System, sie hatten diese Utopie.
Das stimmt, und ich finde das nach wie vor interessant. Wir haben bei der «WOZ» (Strehle gehört zu den Gründern der «WOZ», die Red.) in diese Richtung gearbeitet, Stichwort Selbstverwaltung. Aber das ist bei Tamedia kein Thema und das will und kann ich auch nicht ändern.


Sie sind abgeschliffen.
Man kann ja auch aus der Vergangenheit lernen. Der real existierende Sozialismus ist nicht an der Utopie gescheitert, sondern an seiner real existierenden Ineffizienz und Brutalität. Daneben ist mir im Vergleich eine demokratische Gesellschaft unter Einbezug aller politischen Kräfte lieber. Je kleiner und pragmatischer die Ansprüche sind, umso besser. Je grösser die Utopie, desto grösser die Gefahr, in ein autoritäres System zu geraten.


Sie würden sich aber trotzdem noch als Linken bezeichnen?
Ja, in der Praxis bin ich linksliberal.


Früher, als Sie noch ein Linker waren, war das ein grosses Schimpfwort.
Ich weiss. Ich bin liberaler geworden. Liberalität kann auch befreiend sein.


Linksliberal ist doch ein Unding. Man steht einem System liberal gegenüber, das man als Linker kritisieren müsste.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Zeitung interessanter wird, wenn sie verschiedene Standpunkte zulässt und der Leser sich darüber möglichst frei eine eigene Meinung bilden kann.


Ist Ihre neue Positionierung eine Annäherung an Ihre Eltern?
Nein, mein Vater war kein Linksliberaler.


Aber ein Bürgerlicher, und das sind Sie heute auch.
Diesen Begriff mag ich nicht. Nicht- bürgerliche Kulturen faszinieren mich nach wie vor stärker. Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Opernhaus, dem Sechseläuten und der Roten Fabrik, dann wähle ich die Rote Fabrik. Der «Tagi» soll auch die nichtbürgerliche Kultur abbilden.


Die Rote Fabrik ist heute auch bürgerlich, Herr Strehle. Sagen Ihnen die Weissmaler etwas?
Nein.


Die Weissmaler malten die Rote Fabrik weiss an, um gegen die verkrustete Subventionskultur des linken Establishments in der Stadt Zürich zu protestieren. Dem Tagi war das nur ein paar Zeilen wert. Die Debatte haben Ihre Kultur- und Stadtjournalisten nicht aufgenommen.
Das ist ein Fehler. Die Redaktion müsste so aufgestellt sein, dass wir solche Debatten aufnehmen. Die NZZ ist die bürgerliche Zeitungsvariante, der Tagi als linksliberales Blatt muss bei solchen Entwicklungen dabei sein, ganz klar.


Dass es eben doch nicht passiert, zeigt doch, dass Ihre Generation gescheitert ist mit Ihrem Anspruch, die Medien zu verändern.
Reden wir nochmals darüber, wenn der neue Tagi da ist und wir uns daran messen lassen müssen, wie wir unsere Aufgabe als moderne Zeitung verstehen. Der Anspruch, den Diskurs der Weissmaler aufzunehmen, haben wir. Jetzt müssen wir ihn auch einlösen.


Bundesrat Ueli Maurer kritisierte letzte Woche die Medien. Aus Halbinformationen würden immer mehr Sofortgeschichten gemacht. Ist seine Kritik berechtigt?
Im Detail habe ich die Rede nicht studiert. Die Versuchung, in der Aufmerksamkeitsökonomie mit schrillen Themen zu punkten, ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Insgesamt finde ich die Qualität der Schweizer Medien nicht schlecht. In Zürich haben wir immerhin zwei Qualitätszeitungen. Es gibt amerikanische Städte, die haben gar keine Zeitung mehr. Ein Problem ist die Lemming-Tendenz, dass alle Zeitungen in ähnlicher Richtung berichten und kommentieren, wenn mal eine vorangegangen ist.


Inserenten können heute alles bekommen, was sie wollen. Sie haben kürzlich den Zeitungskopf Ihres Blattes einer Uhrenfirma verkauft. Gibt es da keine Grenzen mehr?
Mit Werbung im Zeitungskopf habe ich keine Mühe, so lange sie für den Leser erkennbar ist. Viel gefährlicher ist Schleichwerbung, die sich in redaktionellen Beiträgen verbirgt. Der Druck von einzelnen Inserenten, mit ihren Inhalten in den redaktionellen Teil zu kommen, nimmt erfahrungsgemäss in der Krise zu. Dagegen haben wir mit dem „Code of Conduct – Werbung in Medien“ ein Bollwerk errichtet.


Aber der Zeitungskopf war eine Bastion, und erkennbar war die Werbung der Uhrenfirma als solche auch nicht unbedingt.
Beim Verkauf des Zeitungskopfes geht es um die Frage, wie stark wird das Markenimage unser Zeitung mit solchen Aktionen geschädigt. Mit Pressefreiheit hat das nichts zu tun. Ich würde den Zeitungskopf zehn Mal verkaufen, wenn ich wir dem Erlös ein paar gute redaktionelle Leistungen mehr bieten zu können. Auch mit lösbaren Kleber auf der Titelseite habe ich keine Mühe. Vorausgesetzt, dass sie nicht gleich für die Inititiave gegen Minarette werben.


"Die klassischen Medien sind nicht frei, sondern unter Druck von einflussreichen Inserenten", sagten sie früher, als sie noch links und nicht linksliberal waren.
Dieser Druck ist immer noch da, wir müssen als Zeitung genug stark sein, um diesem Druck zu widerstehen.


Im Januar 2008 lehnte das Magazin ein Inserat der "Erklärung von Bern" ab, weil darin das Geschäftsgebaren der Wirtschaft kritisiert wurde. Im September 2008 brach die Wirtschaft wegen diesem Geschäftsgebaren fast zusammen. Ist das nicht ein Alarmzeichen?
Darüber müssen sie mit dem Magazin-Chef Finn Canonica reden.


Das Magazin verkommt immer mehr zu einer Lifestyle-Postille. Sind Sie als ehemaliger Magazin-Chef glücklich über diese Entwicklung?
Der Befund ist zu hart. Das Magazin bringt immer wieder politische Themen, mit Daniel Binswanger schlägt die Redaktion jede Woche einen politischen Pflock ein. Dass das Magazin als Beilage Lifestyle-Themen bringt, stört mich nicht. Das ist typisch für Supplements. Ich wünschte mir vielleicht ein paar grosse Recherchen, das ist ja auch das Privileg und die Stärke meiner „Magazin“-Kollegen.


Und wie zufrieden sind Sie mit dem Newsnetz, in dessen Beirat Sie ja sitzen?
Sehr zufrieden. Die Marke Tages-Anzeiger wird dank dem Newsnetz jünger und frischer.


Sie sehen keine Schädigung der Marke?
Es gab in der Anfangszeit eine Phase, da dachte ich, dass es heikel wird für die Marke, weil auf der Seite viele Boulevard-Themen zu finden waren, Titel stark zugespitzt wurden und vereinzelt auch auf den Mann gespielt wurde. Das habe ich im Beirat zur Diskussion gestellt. Daraus hat sich das Newsnetz eine Charta gegeben, die definiert, was geht und was nicht. Heute muss ich sagen: Newsnetz setzt über unsere Geschichten oft die besseren Titel als wir selber, sie treffen die Essenz der Geschichten besser. Viele Eigenleistungen sind top. Und sie zeigen täglich die multimedialen Stärken dieses Mediums.


Bleibt nur noch ein Problem beim Newsnetz: die Schluddrigkeit.
Punkto Sorgfalt müssen sich alle Newsportale noch verbessern. Untersuchungen von Spiegel Online zeigen, dass Orthografiefehler die Marke mehr schädigen als Boulevardthemen. Aber wir vom Print sagen das leicht, die Kollegen dort arbeiten unter einem ganz anderen Zeitdruck.


Würden Sie einem Jungen heute noch empfehlen, Journalist zu werden?
Aber sicher. Wäre mein Sohn Journalist geworden, hätte ich noch am gleichen Tag einen Champagner aufgemacht.


Was ist er stattdessen geworden?
Er hat sich für ein Mathematikstudium entschieden.