Diese Meldung muss die Fans von Roger Federer schmerzen: Obwohl der Basler sechsmal auf dem heiligen Rasen von Wimbledon gewann und Rafael Nadal nur zweimal, plant Londons berühmtestes Museum eine Rafael-Wachsfigur.

Gemäss der spanischen Sport-Zeitung «Marca» soll die Rafael-Nadal-Figur auch in den Madame-Tussauds-Filialen in New York und Las Vegas ausgestellt werden. Man habe bereits Mass genommen und arbeite intensiv am Ebenbild des ATP-Weltranglisten-Zweiten, wird ein Sprecher des Museums zitiert.

Wer bisher glaubte, dass auch schon längst eine Roger-Federer-Wachsfigur in einem der zwölf Tussauds-Museen steht, der irrt. Man findet zwar Martina Hingis, Boris Becker und sogar Andy Murray – sucht den weltbesten Tennisspieler jedoch vergebens.

Ausgestellt werden im beliebten Museum lebensnah nachempfundene Wachsfiguren von historischen Gestalten und Personen der Zeitgeschichte wie Sportlern, Filmstars, Politikern, Modeschöpfern und vielen Models. Die Aufnahmekriterien sind streng – Roger Federer erfüllt sie jedoch längst:

In seiner bisherigen Karriere konnte er die Rekordanzahl von 16 Grand-Slam-Turnieren im Einzel gewinnen und war 237 Wochen an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Damit ist Federer dem Spanier Nadal um einiges voraus.

«Dieser Erfolg ist beeindruckend», sagt Madame-Tussauds-Marketingdirektorin Nina Zerbe am Telefon. «Trotzdem planen wir in naher Zukunft keine Roger-Federer-Figur. Wir führen ja auch immer wieder Umfragen bei Besuchern durch, doch Roger Federer kommt auf den Wunschlisten nur sehr selten vor.»

Es scheint somit, als wäre Rafael Nadal beim internationalen Publikum beliebter. Dies und auch die Meldung der Sport-Zeitung «Marca» will Zerbe aber nicht kommentieren. Nina Zerbe: «Erst wenige Wochen, bevor eine neue Figur lanciert wird, informieren wir die Öffentlichkeit ausführlich.»

Immerhin erstellte der Chinese Zheng Shouxiang für das Nationale Museum von China einen Roger Federer aus Wachs. Leider ist die Figur jedoch überhaupt nicht gelungen – «King Roger» ist einzig am Stirnband seines Ausrüsters zu erkennen und an seiner «Jugendsünde», dem Pferdeschwanz.

Auf schriftliche Anfrage wollte man sich beim Management von Federer nicht zum Tussauds-Thema äussern.

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