VON FLURINA VALSECCHI

Jetzt sind die Darbellays zu dritt: Am Ostermontag ist Alex (3360 Gramm, 51 Zentimeter), der Sohn des CVP-Präsidenten Christophe Darbellay (38) und seiner Frau Florence Carron Darbellay (35), im Spital von Sion VS zur Welt gekommen. «Die Geburt ist gut verlaufen, es war auch für mich ein sehr spezielles Erlebnis. Das werde ich nie mehr vergessen», schwärmt der frischgebackene Vater. Mutter und Kind sind wohlauf.

Gestern Samstag durfte Christophe Darbellay seine Frau und das Baby nach Hause bringen. «Das Kinderzimmer haben wir schon lange eingerichtet. Wir haben die Wände selber in Weiss und Hellgrün gestrichen und mit Elefanten und Zebras dekoriert.»

Eigentlich hatte die Ärztin den Geburtstermin erst auf den 21. April errechnet: Just an dem Tag wäre Darbellay mit Bundesrat Pascal Couchepin zum Mittagessen verabredet gewesen. «Aber ich ver-mutete, dass das Baby etwas früher kommen wird.» Alex kam gut eine Woche zu früh. Weil der studierte Agrarwissen-schafter ursprünglich Kinderarzt werden wollte, war er von Beginn weg an allen Untersuchungen interessiert. «Ich sah auf dem Ultraschallbild, dass es ein Knabe wird, noch bevor die Ärztin etwas gesagt hat.»

Wie es in der Familie Tradition ist, wird Darbellays Bruder François Götti von Alex. Eine Schulfreundin von Florence ist Gotte – und ebenso die Kinderärztin des Kleinen.

«Ganz der Vater», haben die Verwandten beim ersten Besuch im Spital gesagt. «Alex ist wirklich sehr brav. Aber wenn er Hunger hat oder wenn ihm nicht wohl ist, dann kann er losbrüllen, dann ist er so ungeduldig wie sein Vater», sagt Darbellay.

Nicht einig waren sich die Eltern zuerst beim Namen. «Ich wollte einen kurzen und einfachen Namen, den man in verschiedenen Sprachen aussprechen kann.» Dann habe er in der Namensfrage auf Zeit gespielt, sagt Darbellay schmunzelnd. Schliesslich habe seine Gattin zugestimmt.

Florence Carron Darbellay ist als selbstständige Rechtsanwältin tätig und will baldmöglichst wieder Teilzeit arbeiten. «Und ich als Vater möchte auch mithelfen», sagt der CVP-Politiker vorbildlich. Deshalb versuche er, sich den Mittwoch freizuhalten. «Das wird dann der Vater-Sohn-Tag.»

Und falls er mittwochs dann doch einmal nach Bern müsse, helfe seine Mutter aus. Sie sei schliesslich Hebamme und habe fünf Söhne grossgezogen – da sei Alex in guten Händen. Auch sonst helfe die Verwandtschaft mit in der Kinderbetreuung. Die Familie soll nämlich noch weiter wachsen. Darbellay: «Drei Kinder wären schön.»