Seit die Unterhaltungschefs von SF, RSI und RTS am Freitagmittag das Aus der Missen-Live-Show bekannt gaben, sind die Aktien im Sturzflug. Denn nun ist offen, welche Sponsoren weitermachen und welcher Privatsender sich die aufwändige Show leisten kann. Eine Miss-Wahl-Produktion kostete bisher rund eine Million Franken. Davon konnte mit Werbung, Sponsoring und Telefon-Voting eine halbe Million eingenommen werden – der Rest war gebührenfinanziert.

Jetzt überlegt sich Locher gar einen Verkauf seiner AG: «Es ist uns von mehreren Seiten Interesse an einer Übernahme signalisiert worden. Ein Verkauf ist eine von vielen möglichen Optionen.» Vor sechs Jahren hatten die Aktien von Locher und Berger gemäss Schätzungen noch rund vier Millionen Franken wert – und jemand wäre bereit gewesen, viel Geld in die Zukunft ihrer Aktiengesellschaft und der Marke Miss Schweiz zu investieren: «Wir würden gern bei der Miss-Schweiz-Organisation einsteigen. Ob durch eine Beteiligung, eine Übernahme oder eine enge Kooperation, sei dahingestellt», sagte Verleger-Tycoon und Hauptaktionär der Mister-Schweiz-Organisation Jürg Marquard damals in einem Interview. Locher ging bisher jedoch nie auf Marquards Angebot ein.

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