Seit dem Machtwechsel an der Spitze der Miss-Schweiz-Organisation werden keine detaillierten Umsatzzahlen mehr kommuniziert. Der neue Missen-Manager Claudio Righetti schweigt und geniesst. Dazu hat er auch guten Grund, denn Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen: Die noch bis zum 11. Oktober amtierende Dominique Rinderknecht (25) ist eine regelrechte Miss Money. Seit ihrer Amtseinführung im Juni 2013 verdiente sie brutto bis jetzt schätzungsweise 550 000 Franken, also rund 110 000 Franken mehr als ein Bundesrat.

Somit brach Rinderknechts enorme Erfolgswelle ihrer Startmonate nie ab: «Wir haben in den letzten Tagen die Buchungen genau verglichen, Dominique kann in den ersten Monaten so viele Aufträge vorweisen wie noch keine andere Miss vor ihr», gestand Guido Fluri (48), der seit zwei Jahren neuer Besitzer der Miss-Schweiz-Organisation ist, im August vor einem Jahr in dieser Zeitung. Ihre heitere und professionelle Art komme bei den Sponsoren, Werbern und dem Publikum einfach super an, und sie sei auch schon für den Herbst und Winter sehr gut gebucht. Fluri bestätigte damals: Allein in den ersten drei Monaten verdiente Rinderknecht 196 000 Franken!

Im Vergleich: TV-Liebling Christa Rigozzi (31) hatte einst als Miss Schweiz neue Massstäbe gesetzt, in ihrem Amtsjahr 2006 verdiente sie brutto 570 000 Franken – mehr als jede Miss zuvor. Die Tessinerin hatte aber einen grossen Vorteil gegenüber Dominique Rinderknecht, denn damals wurde die Wahl noch vom Schweizer Fernsehen übertragen und erreichte landesweit Traumquoten von über einer Million Zuschauern. Die ausgestrahlte Wahl von Rinderknecht auf dem Privatsender Sat. 1 Schweiz sahen nur etwa 185 000 TV-Zuschauer.

Rigozzi verdient auch viele Jahre nach ihrem Titel-Gewinn noch weit über 200 000 Franken im Jahr und baute sich vor zwei Jahren für rund 3 Millionen ein Traumhaus in Monte Carasso TI.

Dominique Rinderknecht hat noch keine konkreten Pläne, was sie mit dem vielen Geld anstellt: «Ich bin sehr sparsam und lasse es auf der Bank», sagt sie. Sie investiere weder in Aktien noch in Immobilien. «Eigentlich träume ich davon, mit meinem Freund eine längere Reise zu machen, doch leider ist das zeitlich momentan sehr schwierig.»

Auch andere Schönheitsköniginnen wie Lauriane Gilliéron (470 000 Franken), Amanda Ammann (450 000 Franken), Fiona Hefti (430 000 Franken) oder Whitney Toyloy (420 000 Franken) sahnten während ihrer Zeit als Miss Schweiz kräftig ab. Zudem erhielten sie als Missen zahlreiche Extrapreise wie ein Auto, Kleider, Kosmetikprodukte und vieles mehr. Schön sein zahlt sich eben aus.

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