Die renommierte Zürcher Modelagentur «Option» plant, dass künftig nicht nur junge Schweizerinnen beim weltweit bekannten Schönheitswettbewerb Elite Model Look mitmachen dürfen: Schon im kommenden Frühling wird auch nach schönen jungen Männern gesucht. Die Idee dazu hatte Agenturen-Chefin Ursula Knecht (51). Die Zürcherin entdeckte und förderte schon Schweizer Models wie Nadine Strittmatter (29), Julia Saner (21) oder Ronja Furrer (21) – sie alle starteten ihre Karrieren beim Elite Model Look Schweiz.

Knecht will zum geplanten Event keine Stellung nehmen. Gemäss Insider-Informationen ist die Model-Entdeckerin jedoch bereits längst mit Sponsoren und Medienpartnern in Verhandlung – und schon im Sommer 2014 sollen dann erstmals auch Männer beim Model Look zugelassen werden. Um Kosten zu sparen, wird das Männer- und Frauenfinale am selben Abend durchgeführt, voraussichtlich wie bisher in der Zürcher Maag Halle.

Das Timing für Ursula Knechts Vorhaben könnte besser nicht sein, denn nachdem letztes Jahr die Miss-Schweiz-Wahl wegen finanzieller Probleme abgesagt werden musste, trifft es dieses Jahr die Männer. «Aus wirtschaftlichen Gründen» werde die Mister-Schweiz-Wahl 2013 nicht durchgeführt, wie die Mister-Schweiz-Organisation vor zehn Tagen per Medienmitteilung bekannt gab. Es sei trotz grosser Anstrengungen nicht gelungen, genügend Sponsoren zu finden. Die bereits über 200 angemeldeten Kandidaten gehen alle leer aus.

Der Elite Model Look ist beständiger: Schon seit über 18 Jahren kommt der Casting-Event beim Publikum, den Sponsoren und Modeexperten sehr gut an. In der Branche sagt man, das Image eines Models sei internationaler und glaubwürdiger als das einer Miss. Schon Karrieren von Topmodels wie Cindy Crawford (47), Linda Evangelista (47) oder Naomi Campbell (42) begannen beim Elite Look. Von diesem glamourösen Image sollen künftig auch die Männer profitieren. Finanziell hat Knecht in den vielen Jahren ebenfalls alles richtig gemacht und sich nie mit teuren TV-Produktionen oder grossen Bühnen-Shows übernommen. Klein, aber fein, so das Motto der Veranstalterin. So war sie auch nie von TV-Quoten abhängig.

Für die Mister-Schweiz-Organisation hingegen wird es schwierig, beim Publikum und vor allem bei den Sponsoren wieder Vertrauen zu gewinnen. Denn gerade mal 45 700 Menschen waren im Schnitt dabei, als die 12 Männer im vergangenen August auf 3+ um den Mister-Titel kämpften. Das war ein Marktanteil von schlappen 3,1 Prozent – eine herbe Enttäuschung für alle Beteiligten. Kampflos wird Multimillionär Jürg Marquard, Besitzer der Mister-Organisation, Elite das Feld wohl aber nicht überlassen – auf die Frage, ob 2014 wieder eine Mister-Wahl stattfindet, sagt der Verleger: «Davon gehe ich aus.»

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