Der Aargauer Nico Rindlisbacher (20) gilt in der Rennszene als eine der grössten Schweizer Hoffnungen, um den Sprung in die Formel 1 zu schaffen. Doch in diesem Sport reicht Talent allein nicht aus – ohne sehr viel Geld geht gar nichts. Um weiterhin beim Porsche Sports Cup mitzufahren, muss Rindlisbacher pro Saison für Material, Reisekosten, Personal und vieles mehr rund 200 000 Franken aufbringen. Geld, das weder er noch sein bekannter Vater haben und ausgeben können:

«Mir ist klar, dass Tischtennis oder Boccia angenehmer zu finanzieren wären, aber meine Liebe gilt nun mal dem Rennsport, und mein Traum ist es, einst in der Formel 1 zu fahren», so Nico Rindlisbacher. «Ich bin ständig auf der Suche nach Partnern, die mich bei meinem Vorhaben unterstützen. Meine Eltern greifen mir zwar sehr grosszügig unter die Arme, aber dieser Schritt ist ohne zusätzliche Fremdfinanzierung nicht möglich.» Immerhin: Drei Viertel des Budgets werden vom Hauptsponsor übernommen, einem Schweizer Datensicherungszentrum. Und auch wenn er noch so gerne möchte, so kann auch Papi René Rindlisbacher (53), einst «Wer wird Millionär?»-Moderator und Mitglied des Komiker-Duos Schmirinskis, nicht einfach so das restliche Drittel finanzieren. «Entgegen gewissen Meinungen sind wir keine Millionäre», sagte der TV-Star in der «Schweizer Illustrierten». Erst vor kurzem schloss Nico Rindlisbacher die Matura ab, will sich nun voll aufs Rennfahren konzentrieren und in seinem Porsche Cayman GT4 viele Rennen gewinnen. Denn mit dem Erfolg kommen bekanntlich auch die Sponsoren.

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