«KEINE SCHÖNHEITS-OP»

Eine schönere Nase als Nebenwirkung einer Polypen-Entfernung? Marianne Cathomen bringt Chirurgen zum Staunen.

VON SACHA ERCOLANI

«Nimm mich, wie ich bin», war einer ihrer Hits. Sängerin Marianne Cathomen ist jedoch nicht mehr, wie sie war: Seit kurzem sieht die Nase der Bündnerin anders aus – kürzer, weicher. «Ich habe keine Nasenkorrektur vornehmen lassen», wehrte sich Cathomen am vergangenen Montag entschieden in einem Interview mit dem SF-People-Magazin gegen die Schnippel-Gerüchte. Der Grund für das neue Erscheinungsbild ihrer Nase sei ein anderer: «Ich musste mir im Februar die Polypen entfernen und die Tränenkanäle erweitern lassen, damit ich wieder besser Luft bekomme.» Obwohl seit dem Eingriff der Nasenrücken breiter ist als vorher und die gesamte Nase kürzer wirkt, hat Marianne Cathomen auch dafür die passende Erklärung. «Seit der Operation ist alles geschwollen. Dementsprechend schaut die Nase etwas anders aus als vor der OP.»

Auf die Frage, ob der von Marianne Cathomen erklärte Eingriff eine Auswirkung auf das Erscheinungsbild der Nase hat, gibts von den Experten eine klare Antwort: «Nein, absolut nicht», so Professor Dr. Daniel Simmen, Facharzt für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten und Gesichtschirurgie an der Zürcher Hirslanden-Klinik. Und so bestätigt es auch der bekannte Zürcher Schönheitschirurg Enrique Steiger – er, der schon viele Nasen korrigierte. «Wer Polypen entfernt, hat danach keine korrigierte Nase.» Die Nase sei vor allem nach einer Schönheits-OP für eine gewisse Zeit geschwollen. Auf Anfrage des «Sonntags» wollte sich Marianne Cathomen nicht mehr zum Thema äussern.

Cathomens Promi-Freundinnen können nicht verstehen, warum sie ein solches Geheimnis um die neue Nase macht. «Wenn ich etwas an mir verändert hätte, was man so stark sieht, dann kann ich doch ehrlich sein und dazu stehen», so Ex-Eiskunststar Denise Biellmann (46). Die «Königin von Mallorca», Silvia Kaufmann (42), hat sich ebenfalls neu gemacht – für mehr als 10000 Franken. «Seit meinen Schönheitsoperationen fühle ich mich super», sagt Kaufmann, die diesen Oktober gar auch noch ihre Brüste vergrössern lassen will. «Ich kann offen und überall dazu stehen und finde es sehr schade, dass Leute, die etwas an sich gemacht haben, die verrücktesten Ausreden benutzen.» Bei Marianne Cathomen sei es ja nun wirklich offensichtlich.

Dabei glaubte Cathomen doch noch vor zwei Jahren, dass sie auch ohne Eingriff ewig schön sein kann. Dank «einer hochtechnologischen Lichtmaschine», die sie verkaufen wollte. «Ich habe sie an mir selber ausprobiert. Eine Hälfte meines Gesichts habe ich gemacht, die andere nicht. Der Unterschied ist frappant», sagte Cathomen damals im «Blick». «Schön altern durch Licht überzeugt mich.»

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