Nächsten Mittwoch werden Sie im Zürcher Hallenstadion zum ersten Mal in Ihrer Karriere ein Konzert in der Schweiz geben ...
Jennifer Lopez: Ja, ich bin schon ganz aufgeregt!

Weshalb mussten Ihre Schweizer Fans so lange warten?
Oh, wissen Sie, ich wollte immer touren, aber aus dem einen oder anderen Grund hat es nie geklappt. Es schien einfach nie der richtige Zeitpunkt. Aber dann wusste ich: Nun muss ich es tun. Ich komm nicht Mehr drum herum. Auch wenn es nur einmal im Leben ist.

Welches sind für Sie die Höhepunkte Ihrer Show?
Für mich sind es so viele. Die Eröffnung am Anfang ist so schön und glamourös. Ich liebe das! Und dann kommen wir in den Tanz-Teil mit «Hold It Don’t Drop It», ich singe die Balladen oder das Lied über Selina. All das sind sehr emotionale und wundervolle Momente für mich. Der Song, den ich über meine Kinder singe, ebenfalls.

Was ist anders bei Ihrer ersten Tournee seit der Geburt Ihrer Zwillinge vor vier Jahren?
Oh, mit ihnen ist alles besser für mich.

Wie organisieren Sie sich?
Meine Mutter und meine Cousine begleiten mich. Meine Familie hilft mir jeden Tag mit den Kindern. So kann ich arbeiten. Ich bin sehr glücklich, über ein tolles Unterstützungs-System zu verfügen.

Sind Sie zum allerersten Mal in der Schweiz oder haben Sie hier vielleicht schon Ferien gemacht?
Ich war vor vielen Jahren in der Schweiz, als ich meinen ersten Ausland-Job bekam und wir dort probten. Es war eine kleine Stadt. Erinnere mich aber nicht mehr an den Namen. Ich habe dort einige Zeit verbracht, es war sehr grün und schön – faszinierend.

«On the Floor» war einer der weltgrössten Hits des letzten Jahres. Was ist Ihnen von der Zusammenarbeit mit Pitbull in Erinnerung?
Als mir das Demo zum ersten Mal vorgespielt wurde, spürte ich gleich, dass dies ein Erfolg würde. Ich war von diesem Song besessen und wollte ihn sofort singen. Wir hörten nicht auf, daran zu arbeiten, bis er perfekt war. Dann schickten wir ihn an Pitbull, damit er seinen Part einspielt. Danach war endgültig klar, dass der Song etwas ganz Spezielles würde. Als L.A. Reid (der Chef ihrer Plattenfirma Epic Records) die Aufnahme hörte, veröffentlichte er ihn sofort. Das war eine Sache, bei der alles zusammengepasst hat.

Gehen Sie jetzt, wo Sie wieder solo sind, wieder öfter zum Tanzen und Partysfeiern in Clubs?
Oh nein, nicht wirklich! (lacht) Das war aber schon früher nie mein Ding. Ich bin kein Party-Girl und war immer mehr der häusliche Typ.

Sie machen also heisse Dance-Hits für andere Leute und sitzen selbst lieber auf Ihrer Couch?
Ja, aber ich liebe es, zu tanzen! Ich gehe nur nicht gerne aus, in Clubs und so.

Paris und Mailand standen gerade im Zeichen der Mode. Sie haben Ihre eigene Kleiderlinie. Was sind in diesem Herbst Ihr Stil und Ihre Farben?
Mein Stil und meine Farben? Ich weiss es nicht. Lassen Sie mich nachdenken. Es ist schon so lange her, dass wir diese Sachen entworfen haben, dass ich mich nicht mehr erinnern kann.

Was tragen Sie momentan?
Ich habe ehrlich gesagt noch nie auf Farben gestanden, sondern ziehe schwarzes Leder oder schwarz-weisse Stoffe vor.

Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» wählte Sie in diesem Jahr zur einflussreichsten Berühmtheit des Showbusiness. Was wollen Sie mit dieser Stärke anfangen? Gibt es Projekte?
Um ziemlich ehrlich zu sein: Ich denke, das war sehr schmeichelhaft. Ich denke aber nicht gerne über Macht und all diese Dinge nach. Ich will mein Leben so wie bislang auf eine positive Art weiterführen und hart arbeiten. Wenn das die Menschen inspiriert, ist das eine schöne Sache.

Diese Woche waren zwei Kerle, die sich definitiv etwas mehr von der Macht angezogen fühlen, im Fernsehen. Haben Sie das Rededuell Obama-Romney verfolgt?
Ich hatte keine Gelegenheit, es zu sehen, aber ich werde es vielleicht im Netz anschauen.

Könnten Sie sich vorstellen, selbst die erste Präsidentin der USA zu werden?
Ich??? Ich habe keine Zeit! (und lacht lauthals)

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