Mit ihrem Ausraster vor einem Monat bei «Glanz & Gloria», dem People-Magazin des Schweizer Fernsehens, katapultierte sich Irina Beller (42) tagelang in die nationalen Schlagzeilen. Den Verkauf ihres ersten Buches «Hello Mr. Rich – So heirate ich einen Millionär» kurbelte der wohl von ihr inszenierte Skandal-Auftritt jedoch nicht an: «Das Buch läuft sehr schlecht», verrät Dominik Hackenbruch vom renommierten Weltbild-Verlag. Auf die Frage, ob wenigstens 50 Exemplare davon verkauft worden seien, kommt eine vernichtende Antwort: «Nein, bei weitem nicht.»

Irina Bellers Ansichten wie unter anderem «Geld ist Viagra für die Frau» oder «mein Mann muss schauen, dass er reich bleibt. Walter würde auch gehen, wenn ich 200 Kilo schwer würde. Weshalb sollte ich bleiben, wenn er ein armer Schlucker ist?» scheinen hierzulande nicht anzukommen. Auch bei Ex Libris, einem der grössten Online-Shop für Bücher in der Schweiz, findet das 176-seitige provokative Werk kaum Interessenten: «Bei uns läuft das Buch nicht berauschend», sagt Sprecherin Marie-Christine Schindler. Zahlen will sie keine nennen. Dabei hatte sich die Ehefrau des Baulöwen Walter Beller (65) doch so viel vorgenommen und extra 40 000 Stück drucken lassen: «Das Buch wird einschlagen wie eine Bombe», kündigte die Besitzerin von mehr als zwanzig Pelzmänteln vor der Veröffentlichung im Mai selbstsicher an. «Ich bin die Erste, die offen Tipps verrät, wie man sich mit Sex, Charme und Witz einen spendablen, superreichen Mann angelt.»

Auf Anfrage nimmt Walter Beller seine Gattin in Schutz: «Beim Online-Vertrieb Amazon waren wir diese Woche unter den vielen Millionen Büchern immerhin auf Rang 6100 – wir sind sehr zufrieden.»

Nun hofft das Glamour-Paar Irina und Walter Beller auf den Herbst, wenn der Schweizer Privatsender 3+ eine Doku-Soap über sie ausstrahlt – und dass dann mehr Publikum interessiert ist.

«Das schillernd unschweizerische Leben des Ehepaar Walter und Irina Beller polarisiert ebenso, wie es interessiert. Darum hatten wir sie angefragt, Protagonisten einer Doku-Soap zu werden», sagt 3+-Chef Dominik Kaiser zuversichtlich. «Dass nun so ein Hype entstanden ist, überrascht uns nicht. Und hilft uns natürlich, die Doku-Soap mit den beiden zu lancieren.»

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