VON SACHA ERCOLANI

Die Gästeliste der Schweizer Skiresorts über die Festtage ist hochkarätig – und mit Kinohelden, Popstars oder anderen Super-VIPs gespickt. Für Roger Moore (82) wurden die Walliser Berge zum Paradies: «In Crans-Montana fühle ich mich einfach super», schwärmte der einstige James-Bond-Darsteller vor kurzem in einem Interview. Mit Gattin Kristina (69) besitzt er hier ein grosszügiges Chalet. Auch Filmdiva Gina Lollobrigida (81) und Golfstar Sergio Garcia (29) reisen über die Festtage ins Wallis, um sich zu erholen. Erwartet werden ebenfalls «Mister Bean» Rowan Atkinson (54) und Alain Delon (74) mit ihren Familien.

Wallis-Fan ist auch Filmstar Hugh Grant (49, «Notting Hill»), der schon seit Jahren über die Pisten von Verbier saust. Seine Ex Liz Hurley (44) hingegen bevorzugt St. Moritz GR. Dort feiern Filmemacher Willy Bogner (67) und Unternehmer Hubert Burda (67) Weihnachten. Eine wichtige Party fällt jedoch aus: Zum ersten Mal nach 13 Jahren lässt Verleger Jürg Marquard (62, «Cosmopolitan») den legendären Silvester-Apéro in seinem Turm des St. Moritzer Luxushotels Badrutt’s Palace platzen. Marquard hat sich vor wenigen Wochen eine rund 45 Meter lange Super-Luxusjacht gekauft und will nun in aller Ruhe und im engsten Familienkreis in den kristallklaren Gewässern rund um die Trauminsel St. Barts schiffen.

Marquards Vormieter, die Playboy-Ikone Gunter Sachs (77), geniesst die «schönste Zeit des Jahres» doch lieber im Schnee – mit seiner Familie in seinem Luxus-Chalet in Gstaad BE. «Hier vergeht die Zeit langsamer. Und Zeit ist das kostbarste Gut», so der Multimillionär. In Gstaad einquartiert haben sich auch Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone (79) und Rennfahrer Fernando Alonso (28). Dass Starregisseur Roman Polanski (76) dieses Jahr seine Promi-Freunde einlädt und bei sich zu Hause eine Silvesterparty steigen lässt, ist wohl eher unwahrscheinlich.

«Es ist toll, die Stars machen auf der ganzen Welt Werbung für unser Land», sagt Ernst «Aschi» Wyrsch (47), Direktor im 5-Sterne-Grandhotel Steigenberger Belvédère, Davos. Auch bei ihm werden über die Festtage VIPs wohnen – das Hotel sei restlos ausgebucht. Wyrsch: «Im Gegensatz zum WEF reden wir in der regulären Zeit nie öffentlich über anwesende Prominenz. Dies ist der Grund, warum etwa Staatspräsident Nicolas Sarkozy die Zeit während Weihnachten bei uns in Davos sehr genossen hat.» Dass die Gäste sparen, davon merke er nichts.

Auch in St. Moritz scheint die Finanzkrise überhaupt gar nie angekommen zu sein. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird im legendären Badrutt’s Palace Hotel gefeiert wie eh und je. «Für die kommenden zehn Tage sind wir wie jedes Jahr ausgebucht», so «Palace»-Direktor Hans Wiedemann (56). Sogar für die Suiten – und die kosten zwischen 5000 und 25 000 Franken pro Nacht – gibt es eine Warteliste. Wiedemann: «In unseren Kühlräumen warten 40 Kilogramm Kaviar und im Weinkeller mehr als 4000 Flaschen vom besten Champagner auf unsere Gäste.» Das 4-Gang-Menü am Silvester, wo dann das Hotel für knapp 500 000 Franken dekoriert werde, kostet pro Person 1200 Franken, ohne Getränke! Na dann, prost!

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