VON SACHA ERCOLANI

Seit Jontsch (27) im vergangenen November einmal mehr das legendäre Gratiskonzert Energy Stars for free im randvollen Hallenstadion moderierte, getraut er sich kaum noch bei seinem Facebook-Profil einzuloggen: Mehr als 1000 Freundschaftsanfragen sind hängig und über 100 Nachrichten noch unbeantwortet. «Ich versuche ja, so gut es geht, alle Anfragen zu beantworten. Doch momentan fehlt mir einfach die Zeit», so Jontsch, der beim Radio Energy Zürich die Abendshow «Energy Downtown» präsentiert.

Es seien zu 80 Prozent Frauen, die sich bei ihm zum Teil sogar auch mit Heiratsanträgen oder Ferieneinladungen melden. «Ich bin zwar seit über einem Jahr Single, doch heiraten möchte ich noch nicht», scherzt der Zürcher. «Und in die Ferien gehe ich nur mit Leuten, die ich besser kenne!»

Auch beim Schweizer Fernsehen hat man Jontsch mittlerweile entdeckt: «Jontsch ist mir mit seiner Sendung ‹Energy Downtown› schon vor längerer Zeit als talentierter, witziger und sprachgewandter Moderator aufgefallen», schwärmt der einflussreiche Programmentwickler der Unterhaltung, Urs Fitze. «Ich kann mir gut vorstellen, dass er mit seiner Art am Bildschirm funktioniert, und hatte auch bereits Kontakt mit Jonathan. Leider gab es bisher noch keine passende Gelegenheit für eine Zusammenarbeit, aber ich werde Jonathan auf jeden Fall weiter im Auge behalten.»

Jontsch freut sich über das Interesse des Schweizer Fernsehens. «Radiomoderator ist mein Traumjob, aber selbstverständlich würde ich auch gerne eine coole Show beim Fernsehen moderieren – und ich bin sicher, dass dieser Traum eines Tages in Erfüllung geht.»

Das Zeug für eine grosse Karriere à la Beni Thurnheer (60) oder Roman Kilchsperger (39) hat Jontsch: Seine erste Radiosendung hiess «Mix» und wurde auf einem kleinen Mischpult in seinem Kinderzimmer produziert. «Zur Entlastung meiner Familie durfte ich dann im Alter von 13 Jahren meine ersten Erfahrungen bei Radio Lora sammeln», so der Frauenschwarm.

Nach Abstechern zu Radio Unispital, der Videogang auf Tele 24, als Sportreporter bei Radio Zürisee, einem Moderationsjob bei TV 3 und einem Studium in New York 2004 ist er als Praktikant bei Energy Zürich gelandet. «2006 zog es mich dann als Moderator der Vormittags-Show zu BigFM nach Stuttgart, ehe mich mein Chef bei Energy mit 100 UBS-Aktien, 18 heissen Blondinen und einem hausgemachten Schoggikuchen wieder nach Zürich lockte.» Gilt abzuwarten, was die Verantwortlichen des Schweizer Fernsehens alles unternehmen werden, um den Shootingstar unter Vertrag zu bekommen.

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