Seit über sechs Jahren lebt die Berner Schauspielerin in der Filmmetropole Hollywood, doch jetzt hat sich Yangzom Brauen (33) ausgerechnet in Deutschland eine grosse Rolle geschnappt: Bis Mitte Februar steht sie für die beliebte Sat.1-Krimiserie «Der letzte Bulle» vor der Kamera. «Die Dreharbeiten in Köln machen grossen Spass, und es ist ein gut bezahlter Job», schwärmt Yangzom Brauen. «Doch ich freue mich schon jetzt wieder auf die Sonne in Kalifornien.»

Seit einem Jahr ist sie glücklich mit einem amerikanischen Mode-Designer verheiratet und will ihr Leben künftig in Los Angeles (USA) verbringen – von dort aus schreiben und Filme drehen. Doch ihre Schweizer Heimat ist dem Multitalent mit tibetischen Wurzeln, das unter anderem den internationalen Bestseller «Eisenvogel» schrieb und vor kurzem in Eigenregie den Kinofilm «Who killed Johnny?» drehte, nach wie vor sehr wichtig: «Noch im Oktober kommt die DVD meines Regie-Debüts in den Handel, und der neue Schweizer TV-Sender S1 hat soeben meinen Film für eine Ausstrahlung lizenziert», sagt sie. «Ich bin froh, geben mir die Fernseh-Macher eine Chance.»
Seit Freitag sendet S1 und wird gemäss Programmdirektor Mike Gut von Dokumentationen und Spielfilmen geprägt sein.

Das Schweizer Fernsehen (SRF) lehnte die Komödie, in der klingende Namen wie Melanie Winiger (32), Bond-Nebendarsteller Carlos Leal (43) oder Max Loong (33) Hauptrollen spielen, hingegen ab. «Ich war überrascht, wie wenig Unterstützung man als Filmemacherin vom Staatssender erhält – zumal ich ja nicht um Geld bettelte», sagt Brauen. «Eins habe ich aber bestimmt gelernt: Man darf nie aufgeben und muss für seine Träume kämpfen!»

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