Nun steht das riesige Haus schon seit vielen Monaten leer: Udo Jürgens’ letzter Wille war es jedoch, dass seine letzte grosse Liebe Michaela Moritz das Wohn- und auch das Vorkaufsrecht auf das 10-Zimmer-Haus hat, dies noch vor seinen leiblichen Kindern und allen anderen Erben. Doch gemäss Recherchen will Moritz die Villa über fünf Stockwerke nicht allein bewohnen. Denn dort wartet nur das Gefühl von Trauer und Verlust auf sie, weil sie nicht mehr die Zeit hatte, mit ihrem geliebten Udo dort zu leben. Und darum soll das Haus nun möglichst rasch verkauft werden und der Erlös in die Erbmasse einfliessen.

Vermögen wird auf 60 Millionen Franken geschätzt
Sohn John Jürgens (51), der wegen der Erbteilung in engem Kontakt mit der langjährigen Freundin seines Vaters steht, dementiert den geplanten Verkauf nicht. Er selbst schätzte den Wert der Villa vor kurzem in einem Interview auf rund 15 Millionen Franken. Falls jemand ernsthaft an einem Kauf interessiert sein sollte, so soll er sich doch «bitte mit seinem Kaufangebot bei Herrn Wehrli, Notariat Meilen, melden», lässt John Jürgens’ Gattin Hayah der «Schweiz am Sonntag» ausrichten.

Neben dem Geld aus dem Villa-Verkauf winken den Erben viele weitere Millionen, das Vermögen des österreichisch-schweizerischen Doppelbürgers wird auf 60 Millionen Franken geschätzt. Es besteht aus Immobilien in der Schweiz und Portugal, Tantiemen von über 1000 Kompositionen wie «Merci, Chérie» oder «Griechischer Wein» und diversen Luxusgütern.

Doch bis auch nur ein Franken ausbezahlt wird, kann es noch sehr lange dauern: Obwohl das Testament von Udo Jürgens schon längst nach Schweizer Erbrecht eröffnet ist, wehrt sich Jürgens’ uneheliche Tochter Gloria Burda (20) gegen die Verteilung und ficht das Testament an.