In der traditionellen Silvester-Ausgabe 2011 der «Schweizer Illustrierten» sagte Sternendeuterin Elizabeth Teissier (74) Philipp Hildebrand (48) vor kurzem noch ein vielversprechendes Jahr voraus: «Er ist ein Erfolgsgarant! Mars spornt den Nationalbank-Chef auch im nächsten Jahr zu Glanzleistungen an.» Seine Glanzleistungen wurden jedoch durch Dollar-Transaktionen seiner Frau auf seinem Privatkonto getrübt, und so trat der mächtige Banker am Montagnachmittag als Präsident der Nationalbank zurück.

Wem Teissier Gutes deutet, der soll gewarnt sein: Ende 2010 sagte sie voraus, dass Dominique Strauss-Kahn (62) «ein geniales Jahr 2011» erleben werde. 2011 war jedoch das schlimmste Jahr seiner Karriere – wegen Vergewaltigungsvorwürfen sass er sogar in New York im Gefängnis, musste seinen Posten als IWF-Chef abgeben und seine Hoffnungen auf eine sozialistische Präsidentschaftskandidatur begraben.

Auf Anfrage nimmt Teissiers Ehemann Gerhard Hynek (68) zu den Fehldeutungen Stellung: «Natürlich sind die allgemeinen Prognosen für die zwölf Sternzeichen in der ‹Schweizer Illustrierten› nur die grossen Tendenzen. Das hat nichts zu tun mit einem persönlichen Horoskop, in dem Geburtsstunde und Ort berücksichtigt werden. Es wäre interessant, zu wissen, wann Herr Hildebrand genau geboren wurde.»

Ganz anders sei es beim Fall von Strauss-Kahn gewesen, wo seine Frau das persönliche Horoskop erstellt habe. «Elizabeth hat bereits in einem Interview in Frankreich zugegeben, dass sie da einen wichtigen Einfluss übersehen hatte: einen dissonanten Neptun, der eigentlich auf eine Falle und Intrigen hinweist», so Hynek, der gerade mit Elizabeth Teissier in der Karibik Ferien macht. «Jedenfalls scheint bisher wohl festzustehen, dass Strauss-Kahn, abgesehen von drei Nächten im Gefängnis, keinen besonderen Schaden erlitten hat.»

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