Schwamm drüber geht nicht. Alles kommt wieder hoch: Der ganze Schmerz und Kummer ist für die heute 66-jährige Maya Steinberger nach 30 langen Jahren wieder voll präsent. Und erstmals wird sie sogar von allen Seiten darauf angesprochen. Denn ihr Ex-Ehemann Emil Steinberger (80) lässt in seiner Biografie «Lachtzig» eine Bombe platzen – der Kult-Kabarettist gibt öffentlich zu, seine erste Frau Maya nach rund 16 Ehejahren betrogen zu haben und mit seiner Geliebten den Sohn Martin (heute zirka 32) gezeugt zu haben («Schweiz am Sonntag» berichtete exklusiv).

«Wenn ich dazu jetzt auch noch ein Interview gebe, dann würde es nur noch mehr Wirbel geben. Dies möchte ich auch unserem gemeinsamen Sohn Philipp ersparen, denn es ist für uns alle schon schwer genug», sagt Maya Steinberger mit schwerer Stimme am Telefon. Erst als Emils ausserehelicher Sohn zirka sechs Jahre alt war, beichtete der Kabarettist seiner Maya die Geschichte. Jahrelang lebte die treue Ehefrau im Glauben, sie sei die einzige Frau an der Seite von Emil. «Das Ganze ist sehr traurig», sagt Maya Steinberger, die noch immer in Luzern lebt und nach eigenen Angaben in diesen Tagen sehr viele Interview-Anfragen erhalten habe. Sie wolle aber nicht in der Öffentlichkeit darüber reden.

Von ihrem Luzerner Umfeld ist zu vernehmen, Maya Steinberger sei gar nicht erfreut darüber, dass ihr Ex-Ehemann diese Geschichte nun öffentlich gemacht habe. Sie werde nun von allen Seiten darauf angesprochen, und das sei sehr belastend. Und vor allem auch darum, weil Emil ihre grosse Liebe war. 1966 heirateten die beiden; Sohn Philipp wurde 1969 geboren. Maya und Emil arbeiteten auch intensiv zusammen und gründeten das legendäre Kleintheater am Luzerner Bundesplatz.

Die Scheidung des Powerpaares nach 22 Jahren kam für Aussenstehende total überraschend: «Meine Frau ist mir gestohlen worden durch die Umstände meiner Arbeit, durch meine häufige Abwesenheit», sagte Emil Steinberger damals in einem Interview mit dem «Blick». Heute weiss man, es war, weil er fremdging und mit seiner Liebhaberin einen Sohn zeugte.

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