«Diese kostbare Ware ist nicht günstig, doch es gilt zu bedenken, dass wir dafür extra an einen geheimen Ort in den Bergen gehen und die Gläser mit frischer und süsser Schweizer Bergluft füllen», schreibt Luft-Verkäufer John Green auf seiner Website mountainairfromswitzerland.com und verspricht, dass er 25 Prozent der Einnahmen über die Hilfsorganisation World Vision an bedürftige Kinder in Afrika spendet. «Bestimmt hatten Sie schon einmal kalorienreiche Schweizer Schokolade oder Käse, unsere Bergluft hat aber null Kalorien!»

Wie viele Flaschen der Wahlschweizer John Green mit seiner Basler Firma DPCNS GmbH schon verkaufte, will er auf Anfrage nicht verraten. Die «Schweiz am Sonntag» fragte bei der Hilfsorganisation nach – dort weiss man bisher nichts von der Aktion: «Es gibt keine Zusammenarbeit zwischen World Vision Schweiz und John Green und oder einer seiner Firmen», stellt Sprecher Heinz Mazenauer klar. World Vision Schweiz setzt sich für eine Welt ein, in der Kinder geschützt, umsorgt und gesund aufwachsen können.

Auf künftige Einnahmen aus Schweizer Bergluft würde man sich da freuen: «Das Geschäftsmodell ist sicher Geschmackssache. Da der Verkäufer auf der Website mit offenen Karten spielt und scheinbar niemanden über den Tisch ziehen will, würde World Vision Schweiz etwaige sich aus dem Verkauf ergebende Spendengelder nicht a priori abweisen.»