VON SACHA ERCOLANI

În den letzten Wochen sah man Yangzom Brauen nur noch alleine oder mit Kolleginnen an VIP-Partys in Los Angeles oder Zürich. Dass sie ohne ihren langjährigen Freund auftauchte, hat einen Grund: «Guido und ich sind nicht mehr zusammen, wir haben uns vor kurzem getrennt», sagt die Berner Hollywood-Schauspielerin mit trauriger Stimme am Telefon. Die letzten drei Jahre teilten sich Yangzom und Guido eine Wohnung in der US-Filmstadt Los Angeles – und pendelten gemeinsam zwischen Zürich, Berlin und Amerika. Der Deutsche ist nun aber bereits ausgezogen. Brauen: «Wir verstehen uns nach wie vor sehr gut und bleiben auf jeden Fall Freunde – ich übernehme nun die Wohnung in Los Angeles.»

Über den genauen Trennungsgrund möchte Yangzom Brauen nicht reden. «Dass geht niemanden etwas an und ist ja jetzt auch nicht mehr wichtig. Ich kann nur sagen, dass wir wunderschöne Jahre hatten und ich diese Zeit immer in meinem Herzen trage.» Wichtig sei doch, dass man auch nach einer Partnerschaft noch Respekt voreinander habe und sich in die Augen schauen könne, so die exotische Schönheit.

Trotz der zerbrochenen Liebe läuft es Yangzom Brauen beruflich besser denn je: Ihr Erstlingsbuch «Eisenvogel» wurde bisher in mehreren Ländern veröffentlicht und zum Bestseller. Die Geschichte fesselt: In der 416-seitigen Autobiografie erzählt Brauen die beeindruckende Geschichte ihrer Mutter und ihrer Grossmutter. Sie erzählt von drei Generationen, vom Verlust der Heimat, von Verfolgung und Angst, aber auch von dem grossen Willen und Mut, sich gegen alle Widerstände zu behaupten.

Den internationalen Durchbruch schaffte die Bernerin mit tibetischen Wurzeln aber zuerst auf der Kinoleinwand: mit ihrer Rolle als Inari in «Aeon Flux», wo sie an der Seite von Oscar-Gewinnerin Charlize Theron stand. Zwei Jahre später machte sie mit ihrer Rolle im Film «Salomaybe» an der Seite von Al Pacino auf sich aufmerksam. Bekannt wurde Brauen auch als Reporterin in der SF-Soap «Mannezimmer». «Ich bin sehr glücklich, dass es mir so gut läuft. Auch dieses Jahr habe ich noch einige spannende Filmengagements», verrät Yangzom.

Und sie hat noch grosse Visionen zu verwirklichen – ein Traum wäre es, wenn ihr Buch verfilmt würde. «Sollte das tatsächlich einmal der Fall sein, möchte ich meine Mutter spielen. Das weiss ich jetzt schon», so Brauen. Und auch Regisseure habe sie schon im Kopf: «Es gibt einige, die ich toll finde. Wer so einen Stoff gut umsetzen könnte, wären zum Beispiel Marc Forster und Mel Gibson.»

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