Bei der Planung des exklusiven Hauses musste das Zürcher Architekturbüro Stücheli nicht sparen: eingefärbter Sichtbeton, riesige Spezialverglasungen, über 500 Quadratmeter Wohnfläche, mit edelsten Materialien ausgebaut, und ein Autolift, der direkt in eine Tiefgarage führt. Immobilien-Experten schätzten die Gesamtkosten des Anwesens auf 20 Millionen Franken – darin enthalten sind der Landpreis, die Planung und die Bauausführung.

Gemäss Recherchen wurde das Anwesen am sogenannten Zauberberg – dem Hügel mit den teuersten Villen – in Kilchberg ZH im Auftrag von Ex-Glencore-Rohstoffhändler Christian Wolfensberger (45) und seiner Frau Fiona Hefti (35) gebaut. Beim Grundbuchamt bestätigt man die Namen der Eigentümer. Doch die traumhafte Sicht auf den Zürichsee und eine in diesen Tagen willkommene Abkühlung im Infinity-Pool auf der 132 Quadratmeter grossen Terrasse lassen die Miss Schweiz von 2004 längst nicht alle Sorgen vergessen.

Seit bekannt ist, dass ihr Gatte Christian Wolfensberger nach einer längeren Auszeit im letzten Sommer seine Stelle als Co-Chef Eisenerz beim Baarer Rohstoffkonzern Glencore nicht wieder antreten wird, kommt das Ehepaar, das drei Kinder hat, nicht zur Ruhe. Bettelbriefe, fiese Kommentare im Internet und selbst Missgunst im engen Umfeld gehören zur Tagesordnung. Gemäss Informationen von Bekannten der Wolfensbergers sind es vor allem von Neid geprägte Kommentare in Online-Foren, die Fiona Hefti zusetzen. «Man darf nur hoffen, dass die Strahlefrau und ihre Familie stets wissen, woher ihr Vermögen herkommt. Reich werden und die Ärmsten der Welt ausbeuten ist beschämend», wird etwa auf dem Internet-Portal des Schweizer Fernsehens geätzt. Oder: «Wie wärs, wenn dieser Herr seine neu gewonnenen Qualitätszeit einsetzen würde, um den Kindern in Afrika zu helfen, dank derer grausamer Ausbeutung er zum Milliardär geworden ist?»

Auf Anfrage äussern sich Fiona Hefti und ihr Mann nicht dazu. Als vor zehn Monaten bekannt wurde, dass Christian Wolfensberger aus «persönlichen Gründen» eine berufliche Pause einlegt, machten sich Freunde und Bekannte Sorgen um den Ehemann von Fiona Hefti. Es kursierten Gerüchte über angebliche gesundheitliche Probleme oder eine Beziehungskrise. Bis heute wurden die Gerüchte nie kommentiert. Ob und wann er wieder etwas arbeiten wird, darüber kann nur spekuliert werden. Um Geld muss sich die Familie aber keine Sorgen machen: Wolfensbergers Glencore-Aktienpaket von 0,66 Prozent hat zwar gemäss Börsenkolumnist François Bloch, der auch für diese Zeitung schreibt, innerhalb der letzten zwölf Monate rund 72 Millionen Franken an Wert verloren und derzeit einen Börsenwert von «nur noch» zirka 335 Millionen. Doch auch von jährlich 17 Millionen Franken Dividendeneinnahmen lässt sich gut leben.