Knecht kennt das Geschäft seit 30 Jahren, sie entdeckte und förderte schon bekannte Models wie auch Nadine Strittmatter, Patricia Schmid (30) oder Ronja Furrer (23): «Reich wird kein Model damit, denn weder Lagerfeld noch Tom Ford oder andere Designer wie Armani geben für Showroom-Girls viel Geld aus», erklärt die Expertin. «Die grossen Gagen kassieren die Models mit Werbekampagnen.»

Bei Strittmatters derzeitiger Agentur «Next Management» in Paris bestätigt man, dass das Schweizer Model neben dem Lagerfeld-Engagement noch viele freie Kapazitäten habe. Von den Einnahmen als Showroom-Girl leben zu können, sei schwer möglich, heisst es bei «Next Management». Dies, weil das Model nur wenige Wochen im Jahr arbeitet.



Nadine Strittmatter lässt sich neu von Claudio Righetti beraten, dem einflussreichen PR-Spezialisten und Drahtzieher der Miss-Schweiz-Organisation. Dass sie nur 800 Franken pro Tag kassiere, dementiert sie und lässt über Righetti ausrichten: «Ich beschäftige mich hauptsächlich mit anderen Arbeiten, wie zum Beispiel imageaufbauenden Editorials und Shootings für selektionierte Marken, die ich gemeinsam mit meinem Agenten in Paris aussuche.» Das Model hält fest: «Wenn ich für Chanel arbeite, dann habe ich jeden Tag mit Karl Lagerfeld zu tun.»

Erst vor kurzem präsentierte das Magazin «Bilanz» 100 reiche Schweizer unter 40. Nadine Strittmatters geschätztes Vermögen wird dort auf bis 5 Millionen Franken beziffert. Für Branchen-Experten ist die Schätzung absolut unrealistisch.