VON SACHA ERCOLANI

An der Mister-Schweiz-Wahl Anfang Mai sass Manuela Pesko in der Jury und strahlte mit Top-Model Julia Saner (19) um die Wette. Die Snowboard-Weltmeisterin ist eine der attraktivsten Schweizer Sportlerinnen. Und seit einiger Zeit solo.

«Ich bin aus freien Stücken Single», sagt die Bündnerin, die im Skiferienort Lenzerheide aufwuchs. «Die letzten Monate habe ich mich auf den Sport konzentriert.» Bei ihrem Comeback an den Olympischen Winterspielen dieses Jahr in Vancouver stürzte Manuela Pesko bei den Qualifikationsläufen in der Halfpipe zweimal und schied frühzeitig aus. «Klar war ich im Moment sehr enttäuscht, aber im Leben kann man nicht immer gewinnen», so Manuela. Jetzt habe sie wieder mehr Zeit fürs Privatleben.

Die Männer jedenfalls stehen bei Manuela Pesko Schlange – sie kann sich vor Verehrern kaum retten und scheint mit ihrer sympathischen und offenen Art allen den Kopf zu verdrehen, wie eine Freundin erzählt. Die Angebetete selber hält sich aber mit Details aus ihrem Liebesleben zurück. Das war schon immer so. «Ich hatte bereits einige Freunde, mit denen ich aber öffentlich nie aufgetreten bin», sagt Manuela Pesko. Verschmitzt führt sie aber hinzu, dass sie im Moment nicht abgeneigt gegen romantische Treffen sei.

Die Frühlingsgefühle sind also definitiv auch bei Snowboarderin Pesko ausgebrochen. Wie soll denn ihr Mann fürs Leben sein? «Einer, der gut mit mir umgehen kann und sehr lieb ist, einer, der meine Leidenschaft zum Sport teilt und mich auch herausfordert», sagt sie. Alle Kapriolen muss er aber nicht mitmachen, in die Halfpipe geht Manuela Pesko auch allein.

Dass sie eine Frau mit Mut ist und Herausforderungen liebt, zeigt auch ihre Teilnahme an der Red Bull Jungfrau Stafette. Am 5. Juni wird sie als CoPilotin eines Oldtimer-Autos für den Sieg ihres Teams kämpfen.

Seit Kurzem hat die Sportlerin nebst ihrer Wohnung in Lenzerheide eine kleine Bleibe in Zürich. Grund dafür war vor allem ihre Ausbildung zur Marketingfachfrau, die sie zurzeit absolviert. Die schriftlichen Prüfungen sind bereits erledigt, im Juli folgen die mündlichen.

«Ich bin in allen Lebenslagen guter Dinge», schwärmt sie. «Trotz der Olympia-Enttäuschung ist 2010 ein Superjahr für mich!»

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