Für Jung-Produzentin und Schauspielerin Catherine Ackermann (28) ist ein Traum wahr geworden: Vor kurzem gründete die Zürcherin in Berlin mit zwei guten Kollegen ihr erstes eigenes Unternehmen – die Produktionsfirma «bboxxFILME». Mit Erfolg: Das junge Team konnte bereits einen Imagefilm für das bekannte Schweizer Seidenunternehmen Fabric Frontline produzieren und einen Werbefilm für das staatliche Museum in Berlin.

Und obwohl ihr Vater Josef Ackermann (64) in Deutschland seit Jahren zu den Spitzenverdienern zählt – der Chef der Deutschen Bank erhielt 2011 insgesamt umgerechnet fast 10 Millionen Franken Bonus – finanzierte Künstlertalent Catherine die Firma aus eigener Tasche. Wenn, dann helfe ihr Vater ihr höchstens mit guten Kontakten zu potenziellen Kunden. Der Top-Manager arbeitet nur noch diesen Monat bei der Deutschen Bank und wird schon jetzt als Verwaltungsratspräsident der «Zürich»-Versicherung gehandelt.

Grund für den mutigen Schritt seiner Tochter in die Selbstständigkeit war mitunter der beachtliche Erfolg im letzten Juni: Mit ihrem ersten grösseren Filmprojekt «Hades», ein 30-minütiger Psychothriller, holte Catherine Ackermann gleich eine Auszeichnung – den mit 5000 Euro dotierten deutschen Kamerapreis für Kurzfilme. Neben ihrem Engagement bei «bboxxFILME» studiert Ackermann noch bis im Frühling 2013 an der Filmakademie Baden-Württemberg Filmproduktion.

Den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen scheint die Single-Frau, die schon im Nationaltheater Weimar in der Oper «Tosca» auftrat und in diversen deutschen TV-Serien mitspielte, von ihrem Vater geerbt zu haben. Catherine Ackermann: «Wenn man hart arbeitet, kann man viel erreichen.»

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