VON SACHA ERCOLANI

«Trojka Pink Vodka gemixt finde ich ideal für lustige und kreischende Ladies’ Nights. Nicht nur vom Geschmack her ist er passend, sondern auch von der Farbe», schwärmt die ehemalige Music-Star-Jurorin im Interview in der aktuellen Ausgabe von «Diwa».

Das Hochglanzmagazin liegt in unzähligen Trendbars und Restaurants kostenlos auf. Und ob auf dem Titelbild oder auf den zwei Fotos im Heftinnern: Fabienne Heyne hält immer gut sichtbar ein mit hochprozentigem Wodka gefülltes Glas in der Hand.

«Dass Fabienne Heyne für hochprozentigen Alkohol Werbung macht, ist sehr unschön und auch für ihre eigene Image-werbung sehr unklug», sagt Laura Jucker von der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-missbrauchs. Für die diplomierte Erwachsenenbildnerin ist klar: «Diese Werbung zielt nicht auf die 30- bis 40-Jährigen, sondern auf die ganz Jungen.»

Als bekannte Schauspielerin und TV-Moderatorin habe Heyne genau bei dieser Altersgruppe eine Vorbildfunktion. Es sei nachweisbar, dass der Einfluss von Alkoholwerbung auf die Konsumgewohnheiten ganz besonders bei den Jungen gross sei. «Da war Fabienne Heyne das Geld wohl wichtiger als die Gesundheit der Jugendlichen», so Jucker.

Auch bei der schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat man absolut kein Ver-ständnis für das Engagement der Bündnerin: «Völlig unan-gebracht ist vor allem auch noch der Strohhalm auf dem Titelfoto, der üblicherweise für Limonaden oder Sirup verwendet wird.

Diese Darstellung mit einer bekannten jungen Frau verharm-lost den Alkoholkonsum und stellt ihn als unbedenklich dar. Es entsteht der Anschein, dass das Trinken risikofrei sei», ärgert sich SFA-Sprecherin Monique Helfer.

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