Also überlegen wir mal: Wenn in Zukunft mal wieder ein Unternehmen vom Staat gerettet werden muss oder in Pleite geht, haben wir die Genugtuung, dass das Management vorher keine Millionen kassiert hat, das ist doch schon etwas. Die Tieflöhne werden gewaltig steigen, denn die Manager werden mit ihrem iPhone schnell mal 12 ausrechnen.

Die Studenten in unseren Unis können aufhören, vom Reichwerden zu träumen, und sich mehr dem Studium widmen. Die Studienzeit kann verkürzt werden und dem Staat Millionen sparen, denn wir müssen ja nur noch Menschen ausbilden, deren Arbeit nicht viel mehr als 500 000 Franken im Jahr wert ist.

Die schlauen Ausländer würden wir im selben Zuge auch loswerden, denn die wollen ja alle nur reich werden. Die verhassten internationalen Banker müssten auch von dannen ziehen, wenn sie weiterhin so viel verdienen wollen. Die KMU-Besitzer müssten sich mehr Gewinn ausschütten, damit sie ihre Vermögenssteuer bezahlen können, aber daran würde der Staat auch wieder mit Millionen an Steuern profitieren.

Die Immobilienpreise werden purzeln, sodass sich auch die Jusos, mit etwas staatlicher Unterstützung natürlich, ein Haus kaufen könnten. Den Milliardenausfall bei der schon angeschlagenen AHV machen wir mit einer staatlichen Zwangslotterie wett, mit unbegrenztem Höchstgewinn, das funktioniert immer. Nur Vorteile, auf der ganzen Linie … Gott beschütze unsere schöne Schweiz.

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