Die Ouvertüre ist bereits am Freitag erfolgt. Als Schock wirkten die Halbierung des Reingewinns und der brutale Einbruch des Umsatzes um einen Drittel bei der bisher so erfolgsverwöhnten Ems-Chemie. Die Autokrise hat voll durchgeschlagen. Noch mehr fährt mir dabei in die Glieder, dass Ems-CEO Magdalena Martullo von «grimmigen Aussichten» für den weiteren Geschäftsgang spricht. Nicht einmal ein Sonnenstrahl ist in Sicht.

In den kommenden Wochen werden alle Börsen-gesellschaften ihren Halbjahresausweis präsentieren – ein blutiges Schlachtfeld zeichnet sich ab. Vielerorts werden nicht nur Gewinnrückgänge, sondern immense Verluste auftauchen. Mit der Aussicht auf noch mehr.

Doch auch hässliche Medaillen haben eine Kehrseite. Es gibt Unternehmungen, die heute schon das Fundament für den Wiederaufschwung legen. Dazu gehören klar die Pharmawerte, Nestlé, Swisscom, Holcim und in der zweiten Linie Lonza, Syngenta oder Sonova. Sie werden sich zunehmend resistent gegen weitere Kurserosionen zeigen und haben so schon den Kern des Turnarounds in sich.