Der Kommentar: Frauen haben dieses Wochenende gezeigt, was sie sportlich draufhaben. Die Schweizer Tennisspielerinnen Belinda Bencic und Timea Bacsinszky schafften in Wimbledon den Einzug in den Achtelfinal. In der Männerdomäne Fussball hat gestern Abend die Schweizer U-17-Frauenmannschaft um den EM-Titel gekämpft. Heute steht der WM-Final der besten Frauen-Teams in Kanada an.

Die Frauen laufen aktuell zur sportlichen Höchstform auf. Sie zeigen Können, Leidenschaft und Freude. Und werden damit für Tausende Mädchen auf der ganzen Welt zu Vorbildern. Besonders gut zeigt sich dies beim hiesigen Frauenfussball. Über Jahre wurden die Frauenteams belächelt, doch seit die Schweizer Frauen besser und besser werden, ist der Funke auf die jüngere Generation übergesprungen. Fussball ist heute bei den 10- bis 14-Jährigen die drittbeliebteste Sportart.

Allerdings reichen Vorbilder allein nicht, um die Mädchen für den Sport zu begeistern. Noch immer treiben Mädchen fast eine Stunde weniger Sport pro Woche als Buben. Dies liegt nicht daran, dass sie faul sind. Sondern es fehlt an Sportangeboten explizit für Mädchen. Das gilt es zu ändern.

Die Frauenfussball-Nati hat an der WM in Kanada den Achtelfinal erreicht. Die Spielerinnen haben dadurch den Mädchen einen doppelten Steilpass gegeben. Sie haben gezeigt, was möglich ist, wenn man sie unterstützt und ihnen Trainingsangebote bereitstellt. So wie im Tennis, wo Mädchen und Frauen seit Jahren gefördert werden und viele ihre Leidenschaft entdecken. Ein paar werden auch zu Topspielerinnen.

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