fallen. Als hätten wir keine brauchbaren Karten in der Hand.

Wir sollten inzwischen verstanden haben, dass wir ausländische Steuerhinterzieher nicht mehr schützen können, weil sich das internationale Umfeld geändert hat und weil innenpolitisch der Wille dafür nicht vorhanden ist.

Es ist unvertretbar und ungeheuerlich, wie leichtfertig mit BankangestelltenDaten umgegangen wird. Wofür wollen die USA deren persönliche Daten ausser um sie verklagen zu können? Wir sollten uns schon fragen, weshalb man zwei Jahre gebraucht hat, um die totale Kapitulation auszuhandeln.

Es wäre billiger für die Banken gewesen, hätte man ihnen vor zwei Jahren erlaubt, einfach alle Kundendaten zu liefern. Die jetzigen Forderungen zielen absichtlich auf die Bankangestellten, die auch Schweizer Staatsbürger sind, weil man weiss, dass durch deren Verrat die USA ein Druckmittel haben, um an weitere Kundendaten heranzukommen.

Mit anderen Worten, unsere Verhandlungsdelegation hat über zwei Jahre zulasten der Bankmitarbeiter das Bankgeheimnis zu verteidigen versucht, das ist verwerflich. Wenn im Inland nur ein Hauch von persönlicher Datenverletzung entsteht, sind die Gerichte bemüht, das zu verhindern, und hier werden im grossen Stil persönliche Daten verschachert. Das gebührt sich nicht für einen Rechtsstaat.

Was für ein Staat ist das, der seine eigenen Bürger nicht schützt? Die Anglosachsen haben ein Sprichwort: Wenn du Loyalität willst, kauf dir einen Hund. Wer will in Zukunft noch bei einer Bank arbeiten?

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