Der Kommentar: Startupticker.ch erhielt von der KTI in den letzten drei Jahren 450 000 Franken. Dazu kommt ein Beitrag von 81 000 Franken für «konzeptionelle Vorarbeiten». Ein Untersuchungsbericht kommt nun zum Schluss: Es gibt weder konzeptionelle Grundlagen, noch werden journalistische Standards eingehalten. Vielmehr sei die Qualität so schlecht, dass sich der Bund Reputationsrisiken aussetze.

Startupticker.ch ist ein weiterer Tolggen im inzwischen reichlich fleckige Reinheft der staatlichen Start-up-Förderstelle. Längst befindet sich die KTI auf dem Radar der Finanzkontrolle. Es geht um die Bezahlung von Coaches, die Start-ups weiterbringen sollten. Die Mandate wurden nie ausgeschrieben und automatisch um ein Jahr verlängert. Damit ritzte die KTI womöglich Subventionsrecht.

Das zeigt: Die KTI-Führung hat in den letzten Jahren geschlampt und fast blind Gelder verteilt. Profitiert haben nicht jene, für die die Gelder bestimmt sind, sondern eine Schar von professionellen Förderern, Experten, Beratern und Coaches, die teilweise nie ein Start-up-Unternehmen geführt oder gegründet haben.

Die Schweiz belegt regelmässig Spitzenplätze als innovativste und wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt. Würden die KTI-Gelder gestrichen, kaum etwas änderte sich. Man muss kein grundsätzlicher Skeptiker staatlicher Fördermillionen sein, um zum Schluss zu kommen, dass es die KTI in ihrer heutigen Form nicht mehr braucht.

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