Zumindest eine Erkenntnis lässt sich daraus unaufgeregt ableiten: Blühende Landschaften sind ganz offensichtlich innerhalb wie ausserhalb der EU möglich. Pragmatiker Stoiber, resultatorientierter Beiratschef des FC Bayern, wünscht sich zwar die Schweiz in der EU, weil sie dann die Regulierung in Brüssel mitprägen könnte. Und er betont zu Recht die historischen Verdienste der EU als Friedensstifterin in Europa. Aber er rät den Politikern gleichwohl davon ab, Annäherungsversuche an die EU zu unternehmen, weil es das Volk nicht wolle: «Das macht keinen Sinn. Lasst die Finger davon!»

Die Schweiz hat ein Interesse an geregelten Beziehungen mit der EU – umgekehrt verhält es sich genauso. Aber die Versteifung auf dieses Thema verstellt den Blick aufs Wesentliche. Bayern und der Schweiz geht es vor allem darum so gut, weil sie ihren Bürgern und Unternehmen viel Freiheit und Verantwortung lassen, weil ihr Bildungsniveau überdurchschnittlich ist, weil sie neue Technologien und die Globalisierung als Chance sehen. Und nicht zuletzt wohl auch, wie Stoiber bemerkte, weil Bayern und Schweizer einfach tüchtige Leute sind.

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