Dieser Zyklus scheint zu Ende zu sein, und ein neuer Zyklus, einer der Umverteilung, hat schon begonnen. Wenn wir die Unruhen in der Türkei oder in Brasilien analysieren, können wir ohne weiteres sagen, dass es hier um Vermögensumverteilung geht.

Das Volk toleriert nicht mehr, dass Milliarden für einmalige Veranstaltungen, wie für die Fussball WM, ausgegeben werden, während es an Grundversorgung und Unterbringung im ganzen Lande mangelt. Oder dass ein paar Oligarchen im Lande den Grossteil des Wirtschaftswachstums und des Vermögens besitzen und kontrollieren.

Genauso wie wir in Europa die Managementgehälter hinterfragen mit dem Gefühl, dass sie ungerecht sind, weil sie in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen. Die Revolution hat erst angefangen.

Wir selbst wie auch die Unternehmen müssen uns in dieser neuen Welt dem sozialen Verständnis anpassen, wenn wir nicht untergehen wollen. Wir müssen soziale Verantwortung für unsere Angestellten zeigen, für unsere Gemeinde und für unsere Umwelt, oder wir werden in 30 Jahren nicht mehr so existieren.

Das ist kein sozialistisches Gefasel, sondern die einfache Deutung der Entwicklung der Märkte und unseres Verhaltens. Sehen wir uns nur an, wie sich die Schweiz in den letzten fünfzehn Jahren verändert hat. Wir mussten die Prinzipien, auf denen unser Wohlstand aufgebaut wurde, kontinuierlich dem Verständnis von heute anpassen. Es mag vielen nicht gefallen, denn Anpassungen sind immer unangenehm und manchmal auch schmerzhaft, aber unvermeidlich.

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