St.Galler Imam schadet Muslimen

Die Nachricht: «Ihr sollt euren Kindern das Gebet beibringen, wenn sie das 7. Lebensjahr vollendet haben. Mit 10 sollt ihr sie deswegen schlagen (tadeln).» Mit diesem Zitat des Propheten Mohammed wirbt der Imam einer St.Galler Moschee auf seiner Website für Religionsunterricht.

Der Kommentar: Die Aussagen von Fehim Dragusha, dem Imam der El-Hidaje-Moschee in Winkeln SG, sind erschreckend. Mit einem Zitat des für Muslime unfehlbaren Propheten Mohammed legitimiert er Gewalt an Kindern. Er ruft Eltern dazu auf, ihre Kinder zu züchtigen, wenn diese nicht wie im Islam vorgesehen beten wollen. Den Muslimen in der Schweiz erweist Dragusha damit einen Bärendienst.

Zunehmend versuchen gläubige Muslime hierzulande, die religiöse Ausbildung ihrer Kinder zu institutionalisieren. Moscheen wie die in Winkeln bieten jedes Wochenende diverse Kurse für Kinder ab dem Kindergartenalter an, um sie mit Islam und Koran vertraut zu machen. Im Kanton Zürich will eine Gruppe von Frauen einen privaten, islamischen Kindergarten gründen. Gleichzeitig gibt es Bestrebungen, an öffentlichen Schulen Islamunterricht zu erteilen.

Die Anliegen und Forderungen der Muslime nach eigenen Bildungseinrichtungen sind legitim. Doch ist dabei, wie das Beispiel aus St.Gallen zeigt, Transparenz unerlässlich. So muss offengelegt werden, wer hinter der Einrichtung steht, wer ihre Geldgeber und wer die geistigen Väter sind. Gleichzeitig müssen die zuständigen Behörden genau hinschauen. Denn immer, wenn religiöse Gruppierungen – ob christlich, jüdisch oder muslimisch – im Bildungsbereich aktiv werden, stellt sich die Frage: Welche religiösen Inhalte werden gelehrt? Dass es dabei immer wieder Extremisten gibt, die das Image einer ganzen Glaubensgemeinschaft beschädigen können, zeigt Fehim Dragusha.

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