Wer von den politischen Schlammschlachten nicht genug kriegt, kann sich zurzeit in den amerikanischen Kinos „The Campaign“ ansehen, mit den beiden Schauspielern Will Ferrel („Anchorman“) und Zach Galifianakis, bekannt als bärtiger Tollpatsch aus „The Hangover“.

Ferrel und Galifianakis kämpfen in einer Kleinstadt um den Posten im US-Kongress. Ferrel spielt den geschliffenen und hinterlistigen Amtsinhaber Cam Brady, der sich unerwartet mit einem Herausforderer konfrontiert sieht, dem liebenswert naiven Direktor des Tourismuszentrums, Marty Huggins (Galifianakis). Schon bald merkt Huggins, dass sein Gegner nicht mit fairen Mitteln spielt. Der Wahlkampf eskaliert. Die beiden Kontrahenten gehen mit ihren Wahlkampfmethoden bis an die Grenze – und darüber hinaus.

„The Campaign“ ist keine aufschlussreiche Dokumentation wie „The War Room“, die hervorragend die Mechanismen von Bill Clintons Wahlkampf 1992 und die Entstehung des Spruchs „The Economy, stupid!“ aufzeigte. Es ist auch kein aufklärerisches Werk im Stile eines Michael Moore, und auch keine zynische Satire wie „Wag the Dog“ mit Dustin Hoffman und Robert De Niro. „The Campaign“ ist eine Brachialkomödie, die auf ihre Weise blendend unterhält und Romney und Obama wie zwei zahme Kätzchen aussehen lässt.

Schweizer Kinostart von „The Campaign“ ist der 4. Oktober.
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=k7yC0iiK7a4

Auswahl an Filmen zum Thema Negative Campaigning:
The Ides of March, 2011
The Contender, 2000
Primary Colors, 1998
Wag the Dog, 1997
The War Room, 1993
Bob Roberts, 1992
The Candidate, 1972

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