Schweizer Parteien präsentieren sich schweizerisch: unscheinbar. Unprätentiös. Unsichtbar. Ganz anders ihre deutschen Pendants. CDU (2009: 33,8 Prozent) und SPD (23 Prozent) haben 2000 und 1996 eigene Prestigebauten eingeweiht: das Konrad-Adenauer- und das Willy-Brandt-Haus. Den Architekten für Ersteres suchte Helmut Kohl persönlich aus.

Und die SPD-Zentrale verzeichnet 55 000 Besucher pro Jahr. Auch die FDP (14,6 Prozent) residiert im eigenen Thomas-Dehler-Haus. Nur die Grünen (10,7 Prozent) logieren, vergleichbar mit Schweizer Parteien, in einem Miethaus. Bauten verraten einiges über den Stellenwert von Politik. Er ist in Deutschland ungleich höher als in der Schweiz. CDU- und SPD-Häuser sind Polit-Kathedralen der Neuzeit.

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