Und zweitens ist die Zufahrt weiträumig vom Secret Service abgesperrt. Tag und Nacht steht ein schwarzes Auto der Regierung vor dem Haus und stellt sicher, dass niemand zu nahe kommt. Denn ab und zu kommen die Obamas zurück nach Chicago und möchten dann ungestört sein.

Zieht Obama weg?
Doch wer das nötige Kleingeld hat, könnte der Präsidenten-Familie bald viel näher kommen. In der Wiese vor Obamas Haus steht seit kurzem ein Schild: „Land for Sale“ – Land zu Verkaufen. Anthony Rouches von der Immobilienfirma „@properties“ sucht einen Käufer. „Dieses Schild stand gestern noch nicht hier“, sagt mir ein Nachbar, der vis-à-vis wohnt. „Vielleicht verkauft er ja sein Haus.“ Auf dem Schild stehen Name und Telefonnummer des Maklers, also rufe ich an.

Ich sage ihm, dass ich beim Spazieren in der Greenwood Avenue an seinem Schild vorbeigelaufen sei, und frage, ob das Haus des Präsidenten zum Verkauf stehe. „Nein, nein“, sagt der Makler und lacht. „Nur das Bauland gleich nebenan, 5050 South Greenwood, nicht 5046.“ Die Fläche ist 15 mal 45 Meter gross und kostet 899000 Dollar. „Sie können darauf ein Haus mit 685 Quadratmetern bauen. “

Hawaii statt Chicago
Doch wer auch immer die 899'000 Dollar hinblättert und danach noch ein paar Millionen in den Bau des Hauses investiert, muss damit rechnen, dass es nie zum Treffen mit Barack, Michelle, Sasha und Malia kommt. Denn es ist fraglich, ob Familie Obama je wieder in diesem Haus leben wird. „Ich hoffe nicht, dass er nach Chicago zurückkehrt“, sagt Coiffeur Tony vom Hyde Park Hair Salon, wo Barack Obama früher seine Haare schneiden liess.

„Wir lieben ihn, aber er und seine Familie könnten hier nicht mehr frei herumlaufen, und sein Haus an der Greenwood Avenue ist viel zu offen“, sagt Tony, der früher regelmässig mit Obama plauderte, als dieser auf seinen Termin wartete. „Er sollte besser nach Hawaii ziehen. Dort ist er ja auch aufgewachsen.“ Unklar ist, ob sich Obama diese Frage schon Ende Jahr oder erst 2016 stellen muss.

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