Der Kommentar: Das Leiden der YB-Fans ist unermesslich. Seit 25 Jahren warten sie auf einen Titel. In der gestern zu Ende gegangenen Saison hat sich YB wieder einmal selbst übertroffen mit unterirdischen Leistungen. Da tut die gestrige Nachricht besonders gut. YB ist es gelungen, den Grasshoppers ihren Cupsieger-Trainer abzuwerben. Einen Mann, der aus einem Fast-Absteiger innert einer Saison überdies einen ernsthaften Meister-Kandidaten geformt hat.

Vor allem aber ist es ein Signal an die Konkurrenz. In den letzten Monaten mussten sich die Young Boys wieder einmal vom FC Basel auf der Nase herumtanzen lassen. Murat Yakin landete als Trainer beim FCB, nicht bei YB. Und die Basler spannten den Bernern überdies ihren Stürmer Raul Bobadilla aus. Jetzt lässt YB seine Muskeln spielen.

YB will endlich wieder Titel gewinnen. Ob das gelingt, steht in den Sternen. Es kommt auch darauf an, ob es Forte zusammen mit Bickel gelingt, die Investoren um Andy Rihs zu überzeugen, ihr Portemonnaie erneut weit zu öffnen. Mit der aktuellen Mannschaft kann auch Forte keine Wunder vollbringen. YB benötigt einen neuen Torhüter, zwei neue Innenverteidiger und endlich einen Chef vom Format eines Vero Salatic.

Und GC? Vielleicht waren auch die spärlichen finanziellen Mittel ein Grund. Jedenfalls hat es die Führung verpasst, ihren Erfolgstrainer rechtzeitig mit einem aufgebesserten Vertrag an den Verein zu binden. Es könnte ein fatales Signal sein. Gerade weil es in den nächsten Wochen darum geht, ob die Leistungsträger bei GC bleiben oder nicht.

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