Mit frei erfundenen Verbrechen von Flüchtlingen werden Märchen für Millionen produziert, um Deutschland und damit die EU zu destabilisieren.

Das Wort dafür in der russischen Militärstrategie heisst maskirowka und bedeutet so viel wie: Täuschung, Verschleierung, Desinformation. Es ist das Spiegelbild dessen, was in US-Militärhandbüchern sixth-generation warfare oder sub-conventional warfare genannt wird und Ende der 1970er-Jahre in dieser Form erstmals in Nicaragua zur Anwendung kam. Auch der Einmarsch im Irak basierte auf Desinformationen über Massenvernichtungswaffen. Und die Medien waren die willfährigen PR-Kanonen.

Eben erst haben europäische Medien gelernt, mit der poppig aufgezogenen, bildermächtigen Kopf-ab-Propaganda des Islamischen Staats umzugehen, um sich nicht zu Handlangern des Terrors zu machen. Und jetzt hetzt bereits der nächste Feind – ja: Feind! – propagandistisch gegen die freie Gesellschaft. Die russischen Millionenzahlungen für rechtsextreme Gruppierungen in Europa tun ihr Übriges.

Sind wir Journalistinnen und Journalisten genügend auf den aufziehenden, totalen Informationskrieg vorbereitet? Mit jedem Tag, an dem dieser Krieg weiteren an Fahrt aufnimmt, werden Journalismus und verlässliche Medienmarken wichtiger, um nicht zu sagen: überlebenswichtig.

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