Genau, so einfach! Wer immer diese Verschwörung gegen die GC-Führung organisiert hat, hier wurde beim Casting der Hauptdarsteller ein grosses Risiko in Kauf genommen. Dass dieser Schizophrene nicht Halbbruder eines Arabers, son-dern allenfalls von Ralph Zloczower ist, hätte Erich Vogel merken müssen.

Er hätte sich die Hetze der Schadenfreudigen erspart. Die höhnischen Zeilen der gierigen Schreiberlinge. Und den grinsenden Kommentar von Tele-Züri-Chef Markus Gilli: «GC ist eine . . . ja, Lachnummer!» Gilli war jahrelang Stadion-Speaker im Hardturm. In besseren Zeiten. Pfui. Schauderhaft, wie die Schlangen aus den Dämonenlöchern auftauchen und böses Gift spucken.

Ralph Krueger kennt sie inzwischen auch alle. Mit der Schlusssirene beim Spiel der Schweiz gegen die USA hat er sie mit ihren Laptops heranschleichen sehen. Er wusste, dass sie ihn nach dem WM-Out endlich in tödlicher Umklam-merung glaubten.

Doch bis heute haben sie den Leichnam des Nati-Trainers nicht bekommen. Die Fans haben nämlich nicht mitgewürgt, sondern beklatschten bei aller Enttäuschung ihre Hockey-Nati und deren Coach. Pech für die Hetzer, allein haben sie die Nägel nicht in den Sarg bekommen.

In letzter Verzweiflung der Einfallslosigkeit wurde «Blick»-Sportchef Walter De Gregorio am Mittwoch noch zum Wort-magier: «Der Krueger geht zum Brunnen, bis er bricht!» Darauf hatte ich schon lange gewartet!

Solch stumpfe Giftzähne putzt der Verwünschte natürlich fast schon mitleidig: «Ich nehme die Kritik ernst und werde sie sorgfältig prüfen.» Sollte er zur Einsicht gelangen, dass seine Zeit bei unserer Nati tatsächlich abgelaufen ist, werden die Wortschöpfer noch einmal über sich hinauswachsen und titeln: «Der Kruegere gibt nach!» Glückwunsch jetzt schon.

«Wenn ich Journalist sage, dann meine ich Drecksau!» – Ein grandioses Zitat. Leider nicht von mir. Auch nicht von Ralph Krueger oder Erich Vogel. Der französische Dichter Louis Aragon war schneller und deutlicher als wir. Ist aber auch egal, manchem tuts einfach nur schon gut, wenn es mal wieder so deutlich in der Zeitung steht.