Eva wer? Die Basler Finanzdirektorin gerät nach dem Rückzug von Anita Fetz in den Fokus. Herzogs Bekanntheitsgrad wird schlagartig steigen, wenn sie sich zu einer Kandidatur entscheidet. Claude Janiak – der kluge und auf Konsens besonnene Ständerat – wäre auch eine gute Wahl. Beide überlegen sich ihre nächsten Schritte. Es ist zweifellos Zeit für einen Bundesrat aus Basel. Die Region hatte bisher erst drei Bundesräte, zuletzt Hans-Peter Tschudi. Doch das ist 37 Jahre her. Basel braucht eine Stimme in der Landesregierung. Aus der Region, die 300000 Menschen aus dem In- und Ausland Arbeit bietet. Nicht nur in der Pharma-Industrie, die zur vornehm klingenden Life Sciences mutiert ist.

Ich bin ein Zürcher und mag Basel. Die Stadt am Rheinknie pulsiert und ihr Kulturangebot ist grandios. Auch wenn die Liebe beim Fussball aufhört. Die Rivalität zwischen den Zürchern und den Baslern ist so legendär wie die Werbeslogans der Städte hohl sind: «Little big city», «Basel tickt anders». Bei der Nachfolge von Hans-Rudolf Merz und Moritz Leuenberger spielt jetzt auch der Kantönligeist. Was in der Regel negativ behaftet ist, hat nun aber nachvollziehbare Gründe. Schneider-Ammann täte Bern gut. Herzog täte Basel gut. Beide täten der Schweiz gut. Allen Plan-, Rechen- und Ränkespielen der anderen Parteien zum Trotz.

Rudolf Farner könnte stolz darauf sein, wer sich heute in den Dienst der Schweiz stellen will. Ob in Bern, Basel oder Zürich. Ob Mann oder Frau.