Der Kommentar: Selbst wenn morgen Kurt auf Heinz schiessen würde, so frage ich mich: Wann endlich schlagen Politik, Behörden und Gerichte eine Nulltoleranzstrategie ein? Wann endlich wird Gewalt konsequent verfolgt und geahndet? Wann endlich ist Schluss mit Ausreden, mit Kompromissen und Kuschel-Kurs? Dass der Staat nicht machtlos ist, zeigte der 1993 in New York gewählte Bürgermeister Rudolph Giuliani. Mit rigoroser Anti-Gewalt-Politik konnte er die Zahl der Morde innerhalb weniger Jahre von jährlich 2000 auf rekordtiefe 400 senken.

Parkiere ich mein Auto in der Stadt 5 Minuten über der bezahlten Zeit, werde ich sofort gebüsst. Wer jedoch hierzulande schwere Straftaten begeht – Messerstecherei, Schiesserei, Sexualverbrechen, Raserei – der hat viel Zeit und ein langes Verfahren mit unzähligen Einsprachemöglichkeiten vor sich. Die Justiz zeigt viel Verständnis für die ach so armen, benachteiligten Täter. Auf Biegen und Brechen wird versucht, die Kriminellen zu resozialisieren (mit Steuergeldern), sie hatten ja oft eine schwierige Jugend.

Liebe Politiker, was sind denn das für Signale, wenn der im September 2011 (!) zu 14 Monaten Gefängnis verurteilte Schweizer Sexualstraftäter Carl Hirschmann noch immer nicht im Gefängnis sitzt, sondern um die Welt jettet und feiert? Wenn der 32-jährige Kosovare Rasim R., der im August 2011 (!) Schwinger Kari Zingrich in Interlaken BE die Kehle aufschlitzte, noch nicht rechtskräftig verurteilt ist?

Der Menschenverstand sagt, da stimmt etwas nicht. Ob Ausländer oder Schweizer: Gewalt darf nicht toleriert werden. Wir brauchen einen Rudolph Giuliani.

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