Es ist immer wieder erstaunlich, welch positiven Einfluss steigende Börsen auf unsere Erwartungen haben, obwohl wir die Hausse selbst auslösen. Niemand spricht mehr von Griechenland oder von einer sich verschlechternden Eurokrise, im Gegenteil, alles ist auf einmal wieder in Ordnung. Gelddrucken ist in.

Nach den USA zeigt uns nun Japan, wie man das noch besser machen kann. Wettbewerbliche Abwertungen der Währungen sind an der Tagesordnung. Die Zentralbanken bestreiten dies, was der beste Beweis dafür ist, dass es tatsächlich so ist.

Der Yen hat seit November 2012 um 20 Prozent gegenüber dem US-Dollar abgewertet, das englische Pfund um 10 Prozent seit Anfang Jahr. Der Euro ist unverändert, auch dank unserer Unterstützung.

Der norwegische Staatsfonds, einer der grössten mit über 700 Milliarden US-Dollar Vermögen, hat beschlossen, seine Anlagen in US- Dollar, Yen, Pfund und Euro erheblich zu reduzieren. Grund ist der Abwertungsdruck, dem diese Währungen ausgesetzt sind, da ihre Regierungen hemmungslos Geld drucken.

Dieser Fonds hat eine ausgezeichnete Anlagegeschichte, seine Entscheidungen sollten uns daher zu denken geben. Das Geld fliesst in die Aktienmärkte, weil, wie ich schon letztes Jahr schrieb, die Anleger befürchten, dass sich ihr Geld entwertet.

Solange die Zentralbanken weiter fleissig Geld drucken, um die Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren, wird sich das nicht ändern.

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