Der «Wert» oder die Nachhaltigkeit des Goldes hängt mit seiner Knappheit zusammen. Anders als Papiergeld kann es nicht beliebig produziert werden. Alles Gold, was je aus der Erde geholt wurde, entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von 21 Metern, und jährlich kommen nur zirka 3300 Tonnen dazu. Auf die gesamte Welt gesehen ist das nicht viel.

Gold wird oft mit Inflation in Verbindung gebracht. Es steigt bei jeder Gefahr einer Abwertung unseres Papiergeldes. Um herauszufinden, ob Gold billig oder teuer ist, gibt es eine einfache Regel. Die Kaufkraft von Gold kann Tausende von Jahren zurückverfolgt werden, und man hat festgestellt, dass über all diese Zeit mit einer Unze (31,1 g) pro Tag die Bedürfnisse einer Familie gedeckt werden konnten. Keine andere Währung erfüllt diese Vorgabe auch nur annähernd. Der Kurs von 1400 US-Dollar pro Unze ist viel zu hoch.

Möglich, dass dieser Preis uns heute schon sagen will, dass unser Papiergeld in Zukunft deutlich weniger wert sein wird. Wir haben ein Wirtschaftssystem aufgebaut, das alleine in der EU mehr als 20 Millionen Menschen fürs Nichtarbeiten bezahlt, und versuchen andererseits mit der Monetisierung von Staatsschulden, oder anders gesagt mit Gelddrucken, das Wachstum anzukurbeln. Eine höchst riskante Sache. Also, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, wenn der Goldpreis fällt.

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