Die digitale Revolution – sie hat sogar die Arbeit von Martin Walser verändert. Er schreibt auch E-Mails und SMS und fragt sich, ob das möglicherweise die Sprache in seinen Büchern beeinflusse. Wir können noch gar nicht abschätzen, wo überall das Smartphone, die künstliche Intelligenz und die virtuelle Realität unsere Beziehungen, unsere Berufe und unsere Gesellschaft umkrempeln werden. Wer durch das Silicon Valley reist, die Brutstätte vieler neuer Technologien, kehrt mit dem Eindruck zurück: Es ist schon viel passiert, aber die ganz grossen Dinge, die kommen erst noch.

Solche Überlegungen haben unsere Redaktion dazu bewogen, die «Schweiz am Sonntag» nicht nur optisch aufzufrischen, sondern auch inhaltlich zu überdenken: Der zweite Bund heisst nun «morgen» und befasst sich mit Zukunftsthemen, mit gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Heute erfahren Sie, wie die Digitalisierung unsere Verkehrsprobleme lösen könnte. Und Sie finden eine Reportage aus der Firmenzentrale von Facebook, dem mächtigen sozialen Netzwerk. Um zu verstehen, was heute ist und morgen sein kann, hilft es, die Vergangenheit zu kennen. Darum führen wir auch die Rubrik «gestern» ein: eine wöchentliche Geschichts-Seite. Sie begegnen in dieser Ausgabe weiteren Innovationen, etwa neuen Kolumnisten. Lassen Sie sich überraschen.

Martin Walser hat uns am Schluss gestanden, dass seine Frau das einst als mühsam empfundene Abtippen bereits vermisse. «Bei meinem Tagebuch hat sie jetzt wieder damit angefangen», sagte der Schriftsteller. Aufs Arbeiten wollen wir Menschen nicht verzichten – und die Geschichte lehrt: Fortschritt macht Arbeit nicht überflüssig, sondern anders.

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