Das letzte Mal haben wir eine solche Begeisterung für Kommunikationsplattformen in 2000 und 2001 gesehen, und damals wie heute hört man: «Diesmal ist es anders».

In der Schweiz hat unsere Finanzministerin laut über die Schweizer Grossbanken nachgedacht, und der Markt nutzte die Gelegenheit, den Wert von CS und UBS in Minuten um schlanke 6 Milliarden zu reduzieren. Sie sagte, dass die Grossbanken ein Kapital von 6 bis 10 % der Bilanzsumme haben sollten. Dies, obschon beide Institute die strengen Vorgaben der Finma bereits vorzeitig erfüllt haben.

Es sieht so aus, als ob das Finanzdepartment die Regeln nach Belieben ändern will oder die rechte Hand nicht weiss, was die linke tut. Inzwischen wurde vom Bundesrat bekannt gegeben, dass sich vorerst nichts ändern soll. Diese Geschichte erregte einiges Aufsehen in unserer Medienlandschaft. Für die Wirtschaft eines Landes ist wichtig, was der Finanzminister sagt, und in welchem Moment. Wie wir gesehen haben, können unbedachte voreilige Äusserungen Milliarden vernichten und grosse Verunsicherung hervorrufen. Mit Freunden wie diesen braucht man keine Feinde.

In der Euro-Zone halbierte die EZB aufgrund des verhaltenen Wirtschaftswachstums die Zinsen überraschend auf 0,25 %. Dies schwächte den Euro, was nicht gut für uns ist, da die SNB sich mit dem fixen Wechselkurs auf einen starken Euro festgelegt hat. Wir hatten schon bessere Wochen.

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