Dominik Kaiser hat ein Kennzeichen; stets taucht er mit weissen Turnschuhen auf. Es ist das einzig Extravagante seines Auftritts, wenn er denn überhaupt auftritt. Denn Erfolg bemisst sich bei ihm nicht nach seinem Promiwert, sondern nach einer einfachen Gleichung: Die Einnahmen liegen höher als die Ausgaben. Nach diesem Prinzip hat er den Sender innerhalb von drei Jahren in die schwarzen Zahlen geführt. Eine verblüffende unternehmerische Leistung. Der Spielfilmkanal ist sein zweiter Versuch. Erneut hat er kein fertiges Programmkonzept. Er werde probieren, was funktioniert, wieder streichen, was nicht funktioniert. Seine Zuschauer seien die Programmmacher, deren Instrument sei die Fernbedienung.

Ein Underdog ist Kaiser geblieben, obwohl «3Plus» beim werbeattraktiven jungen Publikum an Einzeltagen schon heute bessere Quoten erreicht als das grosse Schweizer Fernsehen. Längst könnte Kaiser seinen Sender für viele Millionen einem Medienkonzern verkaufen. Doch er mag nicht – noch nicht. Das Sendeformat «Wer wird Millionär?» setzte er nach drei Ausstrahlungen ab. Der Aufwand war grösser als der Ertrag.

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