Der Grund ist die wirtschaftliche Entwicklung der EU und insbesondere der Euro-Staaten. Uns wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder erklärt, Europa, und die Eurozone insbesondere, sei auf zwei starken Staaten aufgebaut, Frankreich und Deutschland. Nun ist es offensichtlich, dass es zurzeit nur einen wirtschaftlich starken Staat gibt in Europa, und es ist nicht Frankreich.

Deshalb ist die heutige Bundestagswahl viel weniger für Deutschland wichtig als für die EU. Es bestehen keine Zweifel, dass Angela Merkel die meisten Stimmen auf die CDU/CSU vereinigen wird, aber man weiss auch, dass es nicht für eine absolute Mehrheit reicht und sie einen Regierungspartner braucht.

Falls die FDP es nicht über die 5-Prozent-Hürde schafft, muss Frau Merkel mit der SPD oder den Grünen eine Koalition bilden, und das löst bei vielen Unbehagen aus. Denn daraus würde eine viel konziliantere Haltung gegenüber den hoch verschuldeten Staaten in der Eurozone resultieren und damit verbunden eine schleichende Abwertung des Euro.

Nicht auszudenken wäre ein Sieg der linken Koalition zwischen SPD und den Grünen, sie wäre eine politische Gelddruckmaschine. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass Merkel wieder mit der FDP zusammengehen und auch im neuen Bundestag ihre Politik der Eigenverantwortung durchsetzen kann.

Was hat das mit uns zu tun? Wir sind durch unsere fixe Wechselkurs-Politik mit dem Euro Teil der Eurozone geworden.

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