Sie war es, die im Zuge der Finanzkrise mit Staatsgeldern vor dem Untergang gerettet werden musste; sie war es, welche die Schweizer Politik in den Verhandlungen mit den USA dazu zwang, Recht zu beugen; sie war es, die einen Investmentbanker hatte, der 2 Milliarden Dollar verzockte; sie war es, die im Libor-Skandal kräftig mitmischte – und sie ist es, die in der neuesten CD-Affäre im Zentrum steht. Wie schwammig die Aussagen von Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans auch klingen mögen, und wie sehr die UBS beteuert, dass ihr keine Daten gestohlen wurden: Das ändert alles nichts an der Misere. Der Schaden ist längst angerichtet. Die Politiker haben den Glauben an die Banken und die UBS verloren, nicht nur die linken.

Wenn nun Deutschland das Steuerabkommen bachab schickt, dann wird die UBS auch in diesem Fall wieder eine Hauptrolle gespielt haben. Mit ihrem Nicht-Ruhen hätte sie dann einen für die Schweiz möglichen Ausweg aus dem Steuerstreit-Dickicht definitiv verbaut.

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